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14.02.2020 | Originalien | Ausgabe 11/2021 Open Access

Der Chirurg 11/2021

Behandlungsstrategien und Ergebnisse bei injektionsassoziierten inguinalen perivaskulären Abszessen bei intravenös Drogenabhängigen

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 11/2021
Autoren:
Dr. med. D. Liebetrau, E. Feder, S. Zerwes, Y. Goßlau, A. Hyhlik-Dürr
Wichtige Hinweise
Studientyp: Retrospektive Auswertung aller am Universitätsklinikum Augsburg zwischen dem 01.01.2004 und dem 01.05.2019 behandelten intravenös Drogenabhängigen mit einem inguinalen Abszess.

Zusammenfassung

Hintergrund

Langzeitdrogenabhängige präsentieren sich nach dem Verbrauch der oberflächlichen Venen regelmäßig mit tiefen inguinalen vaskulär assoziierten Abszessen infolge fortgesetzter Drogeninjektionen. Die Behandlung dieser Komplikationen stellt anhaltend eine große medizinische Herausforderung dar. Bisher werden keine einheitlichen Therapieregime in der Literatur beschrieben.

Fragestellung

Welche Behandlungsstrategien und Ergebnisse gibt es bei injektionsassoziierten inguinalen perivaskulären Abszessen bei Drogenabhängigen?

Material und Methoden

Die Daten aller im Zeitraum zwischen 01.01.2004 und 31.05.2019 am Universitätsklinikum Augsburg behandelten Drogenkonsumenten wurden retrospektiv aufgearbeitet und mit der vorliegenden Literatur verglichen.

Ergebnisse

Es konnten 37 Fälle (männlich = 25, weiblich = 12) nach Anwendung der Einschlusskriterien in die Datenerhebung eingeschlossen werden. Das mediane Alter im untersuchten Patientenkollektiv lag bei 34,3 Jahren. Die 30-Tage-Mortalität lag bei 2,7 % (1/37). Die Amputationsrate betrug 2,8 %. Im untersuchten Kollektiv lag bei 13 Patienten eine arterielle Beteiligung vor. In 5 Fällen wurde primär arteriell ligiert. Bei weiteren 5 Fällen wurde primär eine Rekonstruktion mittels autologen Interponats durchgeführt. In weiteren 3 Fällen erfolgte die Anlage eines Obturatorbypasses (1/3) sowie die Durchführung einer Patchplastik (2/3). Die Offenheitsrate nach arterieller Rekonstruktion lag bei 87,5 % bei einem mittleren Follow-up von 421 Tagen. Die Gesamtkomplikationsrate lag bei 51,4 %.

Diskussion

Bei vaskulärer Beteiligung ist ein situationsgerechtes Vorgehen sinnvoll. Neben der Beseitigung komplizierter, septisch-venöser Thrombosen erscheint die Korrektur arterieller Blutungen mittels autologer Rekonstruktionsmaßnahmen aussichtsreich.

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