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05.12.2016 | Medizin aktuell | Ausgabe 6/2016

HNO Nachrichten 6/2016

Bei HNO-Beschwerden auch an Reflux denken

Zeitschrift:
HNO Nachrichten > Ausgabe 6/2016
Autor:
Springer Medizin
Ein Reflux von Mageninhalt kann nicht nur den Ösophagus, sondern auch die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum, am Larynx, in der Trachea und in den Bronchien angreifen, erklärte Prof. Dr. Detlef Brehmer, HNO-Praxis Göttingen. Da diese im Gegensatz zur Speiseröhre über keine elektiven Abwehrmechanismen gegen Säure und Pepsin verfügen, können schon drei Refluxepisoden am Tag ausreichen, um die Larynxschleimhaut zu schädigen. Aufsteigende Flüssigkeit oder Aerosol beeinträchtigen die ziliäre Funktion der posterioren Larynxschleimhaut, begünstigen eine Anhäufung von Schleim und lösen lokale Entzündungsreaktionen aus. Folge sind unspezifische Beschwerden wie chronischer Reizhusten, Brennen im Hals oder an der Zunge, Heiserkeit, Globusgefühl oder Räusperzwang bis hin zu Laryngospasmen, die anders als beim gastroösophagealen Reflux beim laryngopharyngealen Reflux (LPR) meist in aufrechter Position auftreten. Außerdem gibt es Hinweise, dass ein LPR Erkrankungen wie Asthma, eine chronische Rhinosinusitis, ein Schlafapnoe-Syndrom oder rezidivierende Paukenergüsse bei Kindern begünstigt und sogar eine Rolle in der Karzinogenese an Pharynx und Larynx spielt, sagte Brehmer. ...

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