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09.10.2017 | Beinulkus | CME | Ausgabe 7/2017

Gefässchirurgie 7/2017

Differenzialdiagnose des chronischen Ulcus cruris

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 7/2017
Autor:
Prof. Dr. J. Dissemond
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Wichtige Hinweise
Teile dieses Artikels basieren auf dem Beitrag J. Dissemond (2017) Chronisches Ulcus cruris. Hautarzt 68:614–620, DOI https://​doi.​org/​10.​1007/​s00105-017-4010-8

Zusammenfassung

Chronische Wunden manifestieren sich klinisch meist als Dekubitus, diabetisches Fußulkus oder Ulcus cruris. Insbesondere die Ursachen für ein chronisches Ulcus cruris sind sehr vielfältig und stellen für die medizinischen Fachbereiche eine enorme interdisziplinäre und interprofessionelle Herausforderung dar. Auch wenn bei rund 80 % der Patienten mit chronischem Ulcus cruris in Deutschland eine chronische venöse Insuffizienz und/oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit zugrunde liegen, existieren viele weitere Krankheitsbilder wie beispielsweise Vaskulitis, Livedovaskulopathie, Pyoderma gangraenosum, Necrobiosis lipoidica, Kalziphylaxie, Ekthyma, Neoplasien und kutane Artefakte, die als Differenzialdiagnosen beachtet werden sollten. Viele Patienten werden auf das Symptom einer chronischen Wunde reduziert und lediglich symptomatisch behandelt. Die Durchführung einer erfolgreichen Therapie der Patienten mit chronischem Ulcus cruris ist aber nur nach adäquater Diagnostik möglich. Hier bietet die ABCDE-Regel eine Orientierungshilfe. Ein dauerhafter Behandlungserfolg setzt immer eine kausal orientierte Therapie voraus. Begleitend kann zudem eine moderne feuchte Wundtherapie die Wundheilung unterstützen. Die Lokaltherapie kann sich hierbei an dem MOIST-Schema orientieren.

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