„Male slings“ – eine Übersicht
- 02.03.2026
- Belastungsinkontinenz
- Leitthema
- Verfasst von
- Dr. Fabian Queißert
- Erschienen in
- Die Urologie | Ausgabe 4/2026
Zusammenfassung
Die operative Therapie der männlichen Belastungsharninkontinenz nach Prostataoperationen umfasst passive fixe („fixed male sling“, fixMS) sowie adjustierbare („adjustable male sling“, adjMS) Schlingensysteme und den artifiziellen Sphinkter („artificial urinary sphincter“, AUS). Aufgrund hoher Revisionsraten des Sphinkters und starker Patientenpräferenz haben passive Schlingen weiter an Bedeutung gewonnen. Die fixMS eignen sich insbesondere für Patienten mit milder bis moderater Inkontinenz und positivem Repositionierungstest, während adjustierbare Systeme (adjMS) als intermediäre Therapieoption auch bei höherem Urinverlust oder Vorbestrahlung eingesetzt werden können. Die Evidenzlage wird durch heterogene Studiendesigns und das Fehlen ausreichender randomisierter Vergleichsstudien limitiert; dennoch zeigen Metaanalysen gute Kontinenz- und Lebensqualitätsverbesserungen bei selektionierten Patienten. Adjustierbare Schlingen führen zu etwas höheren Kontinenzraten und bieten den Vorteil einer postoperativen Feinjustierung, könnten langfristige Wirkverluste so teilweise kompensieren, gehen jedoch mit höheren Revisions- und Komplikationsraten einher. Eine sorgfältige präoperative Selektion anhand von Anamnese, Urethroskopie und Urodynamik ist entscheidend für den Therapieerfolg.
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- Titel
- „Male slings“ – eine Übersicht
- Verfasst von
-
Dr. Fabian Queißert
- Publikationsdatum
- 02.03.2026
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Belastungsinkontinenz
Radikale Prostatektomie
Radikale Prostatektomie
Urethroskopie
Urologie - Erschienen in
-
Die Urologie / Ausgabe 4/2026
Print ISSN: 2731-7064
Elektronische ISSN: 2731-7072 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00120-026-02791-x
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