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01.05.2008 | Schwerpunkt | Ausgabe 3/2008

Der Pathologe 3/2008

Benigne odontogene ektomesenchymale Tumoren

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 3/2008
Autoren:
Prof. Dr. G. Jundt, P.A. Reichart
Wichtige Hinweise

Widmung

Herrn Professor Dr. med. Wolfgang Remagen zu seinem 80. Geburtstag gewidmet

Zusammenfassung

Die Gruppe der odontogenen ektomesenchymalen Tumoren wird von 3 Läsionen gebildet, dem odontogenen Fibrom (epithelarm und epithelreich), dem odontogenen Myxom und dem Zementoblastom. Während odontogene Fibrome und Zementoblastome sehr selten sind, ist das odontogene Myxom nach dem keratozystischen odontogenen Tumor, den Odontomen und dem Ameloblastom der vierthäufigste odontogene Tumor. Die Diagnose des Zementoblastoms ergibt sich aus seiner engen Assoziation mit einer Zahnwurzel. Die Abgrenzung odontogener Fibrome und Myxome kann jedoch schwierig werden, da sie histologisch große Ähnlichkeiten mit normalen Zahnstrukturen (Zahnpapille, Zahnfollikel) besitzen, wobei die letzteren häufig als odontogene Tumoren, besonders Myxome, fehlinterpretiert werden, wenn das Röntgenbild (umschriebene Osteolyse mit einem retinierten Zahn) nicht beachtet wird und andere Hinweise (oberflächliche Reste des Schmelzepithels, Dentinfragmente) nicht gesucht werden. Während odontogene Fibrome kaum rezidivieren und lokal exzidiert werden können, zeigen das Zementoblastom und insbesondere das odontogene Myxom eine ausgeprägte Rezidivneigung, sodass besonders bei Myxomen im Oberkiefer primäre Resektionen erforderlich werden, um ein Übergreifen auf Orbita oder Schädelbasis zu verhindern.

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