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Die Urologie

Minimal-invasive Therapieoptionen zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms

Erschienen in:

Zusammenfassung

Das benigne Prostatasyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen des alternden Mannes. Durch die Hyperplasie des Drüsengewebes können belastende Symptome des unteren Harntrakts entstehen, die sowohl medikamentös als auch interventionell therapiert werden können. Lange Zeit wurden dabei die transurethrale Resektion der Prostata und die suprapubische Adenomenukleation als Goldstandard der operativen Therapie angesehen. Um Patienten eine ambulante, komplikationsarme Therapie mit kürzeren Krankenhausaufenthalten und gleichzeitig hoher Effektivität anbieten zu können, wurde eine Vielzahl minimal-invasiver Therapieoptionen entwickelt. Während Empfehlungen bereits für die Exzision durch fokussierten Wasserstrahl, den prostatisch-urethralen Lift sowie die Prostataarterienembolisation ausgesprochen wurden, gibt es weitere vielversprechende Verfahren, für die jedoch noch Langzeitdaten und Daten aus Vergleichsstudien zu Referenzverfahren abgewartet werden müssen.
Titel
Minimal-invasive Therapieoptionen zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms
Verfasst von
J. Franz
R. Suarez-Ibarrola
Dr. med. D. S. Schoeb
Prof. Dr. med. C. Gratzke
Prof. Dr. Dr. med. univ. A. Miernik, FEBU, MHBA
Publikationsdatum
05.11.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Urologie / Ausgabe 12/2021
Print ISSN: 2731-7064
Elektronische ISSN: 2731-7072
DOI
https://doi.org/10.1007/s00120-021-01702-6
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Bildnachweise
Schematische Darstellung der minimal-invasiven Therapieoptionen bei BPS/© Springer Medizin Verlag GmbH, MRT der Prostata/© Reske, S. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Verschiedene medizinische Icons auf Smartphone/© tadamichi / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Älterer Mann erhält eine Infusion/© (M) Mathias Ernert, NCT Heidelberg (Symbolbild mit Fotomodellen)