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Massive Vibrationen Schwindelursache: Massagepistole lässt Otolithen tanzen

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Auszug

Der Einsatz einer Massagepistole im Nackenbereich kann offenbar Attacken von benignem paroxysmalem Lagerungsschwindel (BPLS) auslösen. Ein israelisch-US-amerikanisches Team schildert zwei Fälle und warnt vor unsachgemäßer Anwendung der oft hochpotenten Geräte [Elisha D, Nazarian R. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg. 2024; https://doi.org/mxgv]. Insgesamt viermal stellte sich eine 48-jährige Patientin in der HNO-Ambulanz einer Klinik vor, jedes Mal mit plötzlich aufgetretenem Drehschwindel ohne weitere Beschwerden, der sich durch ein Repositionsmanöver beheben ließ. Relativ schnell lag der Verdacht nahe, dass es sich um einen BPLS handelte, darauf deuteten die Ausschlussdiagnostik mit Romberg-, Fukuda-, Nystagmus-, Kopfschüttel- und Finger-Nase-Test und vor allem das Ergebnis des Dix-Hallpike-Manövers hin. Aber erst beim vierten Besuch stellte sich heraus, dass sich die Patientin regelmäßig selbst mit einem Massagegerät behandelte, um ihre chronischen Nackenschmerzen zu lindern.
© Andrey Popov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)
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Titel
Massive Vibrationen
Schwindelursache: Massagepistole lässt Otolithen tanzen
Publikationsdatum
17.06.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
HNO Nachrichten / Ausgabe 3/2024
Print ISSN: 0177-1000
Elektronische ISSN: 2198-6533
DOI
https://doi.org/10.1007/s00060-024-9166-0

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Bildnachweise
Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Springer Medizin Podcast - Orale Tumortherapie/© (M) Przemek Klos / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell) Logo: Springer Medizin Verlag GmbH