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Beruflich verursachte Allergie auf β-Laktam-Antibiotika

  • 17.03.2015
  • Kasuistik
Erschienen in:

Auszug

Eine Kontakturtikaria bei atopischen Patienten wurde unter anderem 1980 von Hannuksela [1] beschrieben. Sie tritt im Allgemeinen innerhalb von 30 Minuten nach Allergenkontakt auf und ist in den meisten Fällen auf das Kontaktareal begrenzt, jedoch kann es auch zu Streuherden und einer generalisierten Urtikaria im Sinn einer Anaphylaxie kommen. In der Folge sind allergische Rhinokonjunktivitis und Asthma möglich [2]. Von Krogh und Maibach [3] teilen das Kontakturtikaria-Syndrom in vier Schweregrade ein: Grad I und II bleiben auf die Haut beschränkt, das heißt lokalisierte Urtikaria (Stadium I) sowie generalisierte Urtikaria (Stadium II). Treten extrakutane und systemische Reaktionen auf, handelt es sich um Grad III (Asthma, Rhinitis, Konjunktivitis, orolaryngeale Symptome, gastrointestinale Symptome) oder Grad IV (anaphylaktoide Reaktionen). Die Prävalenz einer Kontakturtikaria bei im Gesundheitswesen tätigen Personen ist nicht bekannt. Sie variiert in Europa von 5 % bis 10 %, wohingegen zum Beispiel in Russland die Häufigkeit in der Normalbevölkerung zwischen 1–3 % liegen soll [4]. Bei regelmäßigem Kontakt steigt die Prävalenz von Sensibilisierung auf Arzneimittel mit den Arbeitsjahren (6,7 % nach einem Jahr vs. 47 % nach sieben Jahren) [5]. Die Prävalenz einer beruflich bedingten Allergie auf Naturgummilatex lag in den 90er-Jahren bei 8–17 % [6]. …
Titel
Beruflich verursachte Allergie auf β-Laktam-Antibiotika
Verfasst von
Dr. Anna Claßen
Prof. Dr. Thomas Fuchs
Publikationsdatum
17.03.2015
Verlag
Urban & Vogel
Erschienen in
Allergo Journal / Ausgabe 2/2015
Print ISSN: 0941-8849
Elektronische ISSN: 2195-6405
DOI
https://doi.org/10.1007/s15007-015-0785-z
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