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01.09.2009 | Medizin aktuell/Technische Innovationen | Ausgabe 9/2009

Der Unfallchirurg 9/2009

Best Matching

Experimenteller Vergleich unterschiedlicher Matchingverfahren zur Anwendung der Computernavigation

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. A. Schäffler, B. König, N.P. Haas, U. Stöckle

Zusammenfassung

Einleitung

Mit verbesserten intraoperativen Visualisierungsverfahren haben navigierte Operationsverfahren im Bereich der unfallchirurgischen/orthopädischen Chirurgie zunehmend Verbreitung gefunden. Die Registrierung, d. h. der Datenabgleich zwischen virtuellem und therapeutischem Objekt stellt dabei aber immer noch ein Problem dar. In den letzten Jahren haben unterschiedliche Hersteller versucht das Problem zu lösen und unterschiedliche Matchingverfahren verwendet. Wir haben 3 Matchingverfahren untereinander unter Verwendung des VectorVision-Navigationssystems verglichen.

Material und Methoden

Verwendet wurden pro Matchingverfahren je 3 Kunststoffmodelle der LWS der Firma Synbone®, als Navigationssystem das VectorVision-System. Die Versuchsanordnung wurde für die verwendeten Navigationsverfahren standardisiert.
Zunächst wurde ein CT-Scan der Modelle erstellt und an diesem Datensatz eine Masterplanung für alle Pedikelbohrungen vorgenommen. Es wurden je 48 Bohrungen mit Pairpoint-, Region- und CT-Fluoromatching durchgeführt und ausgewertet. Die für die Registrierung benötigten Zeiten wurden dokumentiert und miteinander verglichen. Die postoperative Auswertung der Präzision erfolgte mittels CT. Vermessen wurden insgesamt 144 Pedikelbohrungen an Kunststoffmodellen auf Basis einer für alle Versuchsreihen identischen Planung.

Ergebnisse

Im Rahmen der experimentellen Studie wurden 144 Bohrungen ausgeführt, lediglich in 2 Fällen (1,3%) kam es zu einer Kortikalisperforation im Bereich der lateralen Pedikelwand. Der Zeitaufwand für das Regionmatching war der geringste, gefolgt vom Pairpointmatching. Am längsten war der Zeitaufwand für das CT-Fluoromatching.
Der Abstand der einzelnen Bohrkanäle zur Kortikalis, als Maß für die Präzision, war in allen Versuchsreihen gleichermaßen groß (im Mittel 1,3 mm). Dabei war für das Pairpointmatching der Abstand zur medialen Kortikalis signifikant größer als bei den anderen beiden Verfahren.

Schlussfolgerung

Das Pairpointmatching war in unserer Serie das einzige Verfahren ohne Fehlplatzierung und hatte bei den Bohrungen durchschnittlich den größten Sicherheitsabstand. Es hat sich somit als präzisestes Verfahren herausgestellt. Das Regionmatching bietet bei vergleichbarer Präzision den Vorteil des kürzesten Zeitaufwands für die Matchingprozedur.

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