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18.03.2020 | Originalien | Ausgabe 3/2021 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2021

Beurteilung der Betreuung dementer Patienten im allgemeinärztlichen Hausbesuch

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2021
Autoren:
Dr. Fabian Lenz, Dr. Jeannine Schübel, Dr. Robert Neumann, Prof. Dr. Antje Bergmann, Dr. Karen Voigt

Zusammenfassung

Hintergrund

Demenzpatienten (DP) sind eine besondere Herausforderung für das Gesundheitssystem. Auf sie entfallen 5 % der Gesamtausgaben im Gesundheitswesen. Die krankheitsbedingten Defizite und der damit verbundene Versorgungsbedarf führen dazu, dass viele Patienten nicht mehr in der eigenen Häuslichkeit leben können und auf die Versorgung in Pflegeheimen (PH) angewiesen sind.

Fragestellung

Wie wird die gesamtheitliche Betreuung von DP im Hausbesuch (HB) eingeschätzt?
Hat die regionale Lage Einfluss auf die Wohnsituation bei DP?

Material und Methoden

Im Rahmen von SESAM‑5 wurden von 303 sächsischen Hausarztpraxen in einem Zeitraum von einem Jahr 4286 HB mittels Fragebogen dokumentiert und sowohl inhaltliche als auch strukturelle Merkmale erfasst.

Ergebnisse

Die Prävalenz von Demenz bei HB-Patienten betrug 27,5 %. Von diesen bewohnten 72,6 % ein PH oder betreutes Wohnen. Das medizinische Personal schätzte die gesamtheitliche Betreuung von DP im PH signifikant besser ein als in der eigenen Häuslichkeit. Diese Diskrepanz fiel im Vergleich von ländlichen und städtischen Gebieten noch deutlicher aus, obwohl in städtischen Gebieten signifikant mehr Patienten in PH wohnten (27 % vs. 51 %).

Diskussion

Die Betreuung dementer HB-Patienten wird vom versorgenden Personal überwiegend als gut eingeschätzt, wobei diese bei DP im PH vergleichsweise besser bewertet wird als in der eigenen Häuslichkeit. Dies kann durch einen hohen Versorgungsbedarf der DP erklärt werden. Der Kontrast zwischen ruralen und städtischen Gebieten ist durch infrastrukturelle, aber auch durch organisatorische Unterschiede in ländlichen Bereichen erklärbar, wo signifikant häufiger eine Mitbetreuung durch Angehörige erfolgt. Da bei DP kognitive Defizite im Vordergrund stehen, könnten alternative Wohnformen zukünftig mehr in den Fokus rücken.

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