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Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung 2/2024

Open Access 16.05.2023 | Übersicht

Bewegungsförderung an weiterführenden Schulen in Deutschland

Ein Scoping Review

verfasst von: Daria Sophia Schoser, Anne Melcher, Prof. Dr. Ingo Froböse, Dr. Christiane Wilke

Erschienen in: Prävention und Gesundheitsförderung | Ausgabe 2/2024

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Trotz vielfältiger Nachweise, dass ein Großteil der Kinder und Jugendlichen die Empfehlungen der WHO für körperliche Aktivität nicht erfüllen und die sportmotorische Leistung tendenziell sinkt, wird nicht in allen Altersgruppen darauf mit entsprechenden Maßnahmen reagiert. Die Forschung der Bewegungsförderung im Bereich der weiterführenden Schulen steht in Deutschland noch in den Anfängen. Bislang fehlt aber auch eine Übersicht der bereits durchgeführten Programme, um darauf basierend Handlungsempfehlungen für Interventionsdurchführungen auszusprechen und Forschungsperspektiven aufzudecken.

Methode

Mithilfe eines Scoping Reviews wurde eine systematische Literaturrecherche in nationalen und internationalen Fachdatenbanken nach vorher definierten Ein- und Ausschlusskriterien durchgeführt. Insgesamt wurden sechs relevante Studien identifiziert und hinsichtlich der Studienpopulation, Interventionsgestaltung und Wirksamkeit analysiert.

Ergebnisse

Unterschiedliche Ansätze und Zielsetzungen wurden in den relevanten Studien identifiziert. Als Faktoren, die die Wirksamkeit der Bewegungsprogramme beeinflussen, konnten die Interventionsdauer, der Zeitpunkt in oder außerhalb des regulären Unterrichts, der Einbezug motivationaler Komponenten sowie die Familie erkannt werden.

Diskussion und Schlussfolgerung

Mithilfe des Scoping Reviews konnte ein erster Überblick zu den bisher in Deutschland durchgeführten Interventionen und Wirkungen an weiterführenden Schulen generiert werden. Ausgewählte Erkenntnisse aus den Studien können bei der Planung zukünftiger Interventionen helfen. In den letzten 10 Jahren hat die Forschung zugenommen, die Studienlage ist im internationalen Vergleich aber immer noch eher verhalten und wenig systematisch. Zukünftig sollten Ansätze und Wirksamkeit für die vorgestellte Zielgruppe vermehrt in den Fokus gerückt werden, um mehr und aussagekräftigere empirische Erkenntnisse zu erlangen.

Hintergrund und Fragestellung

Die Bewegungs- und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen besitzt eine zentrale, gesamtgesellschaftliche Relevanz [12]. Sowohl im Erwachsenen- als auch im Kindes- und Jugendalter konnte der Sport als ein wesentlicher protektiver Faktor festgestellt werden, da ein Mangel an körperlicher Aktivität sowohl die körperliche als auch die psychische Gesundheit einschränkt und somit einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung hat [17, 24]. Bereits im Kindes- und Jugendalter zeigen Studien, dass ein Großteil die empfohlene Bewegungszeit von mindestens 60 min körperlicher Aktivität am Tag nicht mehr erreicht [28, 30]. Nicht nur die körperliche Aktivität hat einen Einfluss auf die Gesundheit, auch die motorische Leistungsfähigkeit hat eine große Bedeutung für die optimale Entwicklung [22]. In Langzeitstudien konnte bereits eindrücklich bewiesen werden, dass die sportmotorische Leistungsfähigkeit von Kindern in den letzten Jahren statistisch signifikant abgenommen hat [4, 20]. Das Setting Schule wird für die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen empfohlen, um möglichst alle zu erreichen [6]. Dennoch ist die Bewegungsförderung an weiterführenden Schulen ein Thema, welches bislang aus Sicht der Sportwissenschaften und empirischen Bildungsforschung vernachlässigt worden ist [6]. Defizite in dieser Altersgruppe haben jedoch nach wie vor einen gravierenden Einfluss auf die weitere motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen [23]. Angemessene Ansätze der primärpräventiven Bewegungsförderung, wie z. B. Motivationsstrategien, könnten dabei helfen, Kinder und Jugendliche langfristig für die Bewegung und den Sport zu begeistern und zu binden.
Deshalb wurde folgende Fragestellung formuliert: Welche Ansätze und Interventionen der Bewegungsförderung wurden bislang in Deutschland an weiterführenden Schulen umgesetzt und wie wirken sich diese auf die sportmotorische Leistungsfähigkeit und körperliche Aktivität aus?

Methodik

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein Scoping Review basierend auf dem Ansatz von Arksey und O’Malley durchgeführt [1]. Diese Form des Reviews eignet sich besonders, um ein komplexes und vielschichtiges Forschungsfeld zu erfassen, wo bislang keine systematische Untersuchung erfolgt ist [27]. Nach der Festlegung der Forschungsfrage erfolgt die Identifikation relevanter Studien. Für die Recherche wurde in drei Fachdatenbanken MEDLINE via PubMed, Sportdiscus und GoogleScholar nach englisch- und deutschsprachigen Arbeiten gesucht. Für die Datenbankrecherche wurde eine Suchsyntax definiert, die die Kernbegrifflichkeiten „körperliche Aktivität“, „sportmotorische Leistung“, „weiterführende Schule“ und „Intervention“ beinhalten. Bei der Definition der Suchsyntax wurden Boolschen Operatoren (AND/OR) und Synonyme, verwandte Begriffe sowie englische Übersetzungen (z. B. „promotion“, „secondary school“) eingesetzt und kombiniert. Bei der Identifikation von Reviews in einer angrenzenden Forschungsthematik wurde ergänzend mittels Handrecherche nach relevanten Studien gesucht. Die Suchstrategie wurde an die jeweilige Oberfläche und Suchoption der Fachdatenbanken angepasst. Die Recherche erfolgte von Juli bis August 2022, es erfolgte eine erneute Überprüfung im Dezember 2023.
Die Auswahl relevanter Studien wurde mittels vorher definierter Ein- und Ausschlusskriterien getroffen. Es müssen empirische Studien sein, die im deutschsprachigen Raum durchgeführt worden sind. Die Studien mussten (Bewegungs‑)Interventionen für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen in Deutschland beinhalten. Die Dauer der Intervention wurde dabei nicht eingegrenzt. Die Studien mussten dementsprechend mindestens eine Interventions- und Kontrollgruppe beinhalten und die Intervention im schulischen Kontext durchgeführt werden, was die Nachmittagsbetreuung in den Schulen inkludiert. Das Alter der Zielgruppe liegt zwischen 9–17 Jahren. Weitere Einschlusskriterien sind, dass die körperliche Aktivität, die sportmotorische Leistung und/oder Ansätze wie die Motivation zu Bewegung als Outcome gemessen werden, um Aussagen über die Wirksamkeit machen zu können. Nicht eingeschlossen wurden Studien, die ausschließlich gezielt auf die Sekundärprävention von Übergewicht und Adipositas eingehen. In 2 Studien gibt es neben der Bewegungsförderung die weiteren Ziele der Primärprävention von Übergewicht [26] sowie der Steigerung der Schulleistungen [7]. Die erzielten Treffer wurden in der Datenextraktion von 2 unabhängigen Personen gescreent und ausgewählt. Grenzwertige Auswahlentscheidungen wurden diskutiert und im Konsens getroffen.

Ergebnisse

Das Vorgehen der Literaturrecherche ist Abb. 1 zu entnehmen. Bei der Datenbank- und Handrecherche wurden insgesamt 3776 Treffer identifiziert. Nach dem Prüfen auf Duplikate und Screening der Titel und Abstracts sowie dem Prüfen der Volltexte wurden sechs Studien identifiziert und in das Review einbezogen. Die Studien fanden innerhalb der letzten 20 Jahre, genauer zwischen 2007 und 2020, statt. Die eingeschlossenen Studien sind vom Studiendesign Längsschnittstudien, in denen eine Intervention durchgeführt worden ist. Es handelt sich dabei um quasiexperimentelle Studien und Feldstudien. Eine Randomisierung konnte in keiner der eingeschlossenen Studien realisiert werden. Die Stichprobengröße variiert zwischen 55 und 540 Schüler*innen. Die Geschlechterverteilung ist zumeist ausgeglichen. Das Alter liegt im Durchschnitt bei 11 Jahren. Außerdem hat die Dauer der Intervention an den Schulen eine Spannweite von 8 Wochen bis zu einem Schuljahr. Die Durchführung der Intervention unterscheidet sich darüber hinaus in der Organisationsform innerhalb des Unterrichts mit einer Dauer von 15 min [7], in einem zusätzlichen Unterrichtsangebot mit einer zusätzlichen Sportstunde pro Woche [3, 14], im Rahmen der Nachmittagsbetreuung wöchentlich für 45 min [21] oder einer Mischform [11, 26]. Auch die Schulformen sind mit Gymnasium [3, 14], Real- und Gesamtschule [7], Förderschule [21] und nicht näher differenzierten, weiterführenden Schulen [11, 26] vielfältig.
In dem vorliegenden Review wurden ausschließlich Studien berücksichtigt, die die Outcomes mit validen Testverfahren messen, um die Wirksamkeit der Studien einschätzen zu können. Für die Erfassung der sportmotorischen Leistung wurden die Tests Münchener Fitnesstest (MFT), Eurofit-Testbatterie (Eurofit) und Deutscher Motoriktest (DMT) verwendet. Zur Aufnahme der körperlichen Aktivität wurden Akzelerometer (ACC), „single item question“ (SIQ) und Items sportmotorischer Tests angewendet. Um zusätzlich Ansätze der Bewegungsförderung finden zu können, wurden auch Outcomes wie die Motivationssteigerung zum Sport berücksichtigt. Hier wurde die Motivation anhand der „self-determination theory“ (SDT) und deren Subtheorie der organismische Integrationstheorie (OIT) mithilfe des Behavioral Regulation in Sport Questionnaire (YBRSQ) gemessen [11]. Eine Übersicht der eingeschlossenen Studien gibt Tab. 1.
Tab. 1
Im Review eingeschlossene Studien (n = 6)
Erstautor*in
Studiendesign
Schulform
Intervention
Studienpopulation
Tests
Interventionsdauer
Outcome
Biesenbach 2008
[3]
Dissertation, Längsschnittstudie
Gymnasium
Zusätzliche Sportstunde
Kinder in 5. Klasse, n = 101 (77 IG), 59 Mädchen, 42 Jungen, ∅ 10/11 Jahre
MFT, Krafttest
12 Zusatzstunden, wöchentlich à 45 min
Körperliche Aktivität, Sportmotorik
Dirksen 2015
[7]
Feldstudie
Gesamt- und Realschule
15 min zu Beginn des Sportunterrichts
Kinder in 6. Klasse, n = 244 (113 IG), ∅ 12 Jahre
Eurofit, MFT
20-wöchig, max. 40 Einheiten
Koordination
Gentile 2020
[11]
Längsschnittstudie
u. a. deutsche Schulen
ESA-Programm, während der Unterrichtszeit
342 Kinder (74 in DE, 38 IG), 7–14 Jahre
YBRSQ
Ein Schuljahr
Motivation (OIT) zum Sport
Jünger 2020
[14]
Dissertation, quasiexperimentelle Längsschnittstudie
Gymnasium
Zusätzliche Sportstunde (Unterrichtsreihe Fitness)
Kinder in 8. Klasse, n = 68 (22 IG) ∅ 13,5 Jahre
DMT
8 Wochen
Körperliche Aktivität, Sportmotorik
Roth 2015
[21]
Längsschnittstudie
Förderschule (Schwerpunkt Lernen)
Nachmittagsbetreuung, 90-minütiges Bewegungsangebot
n = 55 (33 IG), 7–13 Jahre
Eurofit, ACC
Ein Schuljahr
Körperliche Aktivität, Motorische Leistungsfähigkeit
Schwartze 2011
[26]
Längsschnittstudie
Weiterführende Schulen
TOPP-Programm während Unterrichtszeit
Jungen in 6. Klasse, n = 565 (278 IG)
SIQ
Ein Schuljahr
Körperliche Aktivität
IG Interventionsgruppe, MFT Münchener Fitnesstest, SIQ „single item question“, DMT Deutscher Motoriktest, OIT organismische Integrationstheorie, YBRSQ Youth Behavioral Regulation in Sport Questionnaire

Einfluss auf die sportmotorische Leistung

Zunächst werden die Ergebnisse zur sportmotorischen Leistungsfähigkeit dargestellt, die in 4 der 6 eingeschlossenen Studien erhoben worden ist. Die verwendeten Tests ähneln sich in ihrem Aufbau der Items, die die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten testen. Unterschiede sind in der Interventionsdauer zu erkennen. Die Ergebnisse aus der Studie mit einem Schuljahr Interventionsdauer [21] zeigen eine Steigerung der sportmotorischen Leistung der Interventionsgruppe (IG). Bei den Testergebnissen nach Beendigung der Intervention wurde deutlich, dass sich die Schüler*innen in zwei (Balancieren, Shuttle run) von sieben Variablen der sportmotorischen Leistungsfähigkeit statistisch signifikant verbessern konnten. Die deutlichste Leistungssteigerung wurde dabei bei der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit festgestellt [21]. Mit einer Dauer von einem Schulhalbjahr liegen 2 Studien vor [3, 7]. In beiden Studien konnten ebenfalls z. T. Verbesserungen zugunsten der IG gezeigt werden. Während sich Dirksen et al. v. a. auf die koordinativen Fähigkeiten fokussieren, wird bei Biesenbach die sportmotorische Leistungsfähigkeit umfangreich gefördert [3, 7]. Nach der Intervention konnte bei Dirksen et al. in der IG im Bereich der Differenzierungsfähigkeit eine signifikante Verbesserung im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt werden. Auch im Bereich der Auge-Hand-Koordination zeigte sich ein Interaktionseffekt zugunsten der IG. In den Bereichen Gleichgewichts- und Orientierungsfähigkeit konnte kein Interaktionseffekt nachgewiesen werden [7]. Im Verlauf der Intervention bei Biesenbach verbesserten sich in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit beide Gruppen gleich stark. In einer Übung zur Koordination konnte sich keine Gruppe verbessern und in der Übung zur Beweglichkeit verbesserte sich nur die IG statistisch signifikant. Bei der übergeordneten Betrachtung lässt sich eine relative Steigerung der sportmotorischen Leistungsfähigkeit erkennen [3]. Die kürzeste Interventionszeit mit 8 Wochen liegt bei Jünger et al. vor [14]. Nach der Intervention konnten bei beiden IG eine statistisch signifikante Verbesserung der Kraftausdauer festgestellt werden. Hier wurde im Anschluss an die Intervention eine Erhaltungsmaßnahme in einer der beiden IG unternommen, die allerdings keinen Aufschluss über eine Wirksamkeit zeigte. Durch die Aufteilung in drei Gruppen ist die Anzahl der Teilnehmenden innerhalb der Gruppen relativ klein (n = ∅ 18; [14]).

Einfluss auf die körperliche Aktivität

Vier der eingeschlossenen Studien untersuchten die Auswirkungen von Bewegungsinterventionen auf die körperliche Aktivität [3, 14, 21, 26]. In der Studie von Roth et al. wurde bei der Untersuchung der Auswirkungen auf die körperliche Aktivität der relative Zeitanteil bezogen auf die relative Tragezeit des ACC ermittelt, um die „Moderate to vigorous physical activity“ (MVPA)-Zeit anzugeben. Der höchste mittlere Zeitanteil an MVPA lag in der Zeit während des Interventionsprogramms vor (29 %), während der Zeitanteil in der Freispielzeit am niedrigsten war (11 %). Dieser Unterschied konnte auch statistisch signifikant nachgewiesen werden. Bei Betrachtung der Daten von Kindern mit einer geringen körperlichen Grundaktivität (< 7 % MVPA zur Freispielzeit) zeigt sich, dass diese Kinder während des Interventionsprogramms einen 4‑ bis 10-mal so hohen Anteil an MVPA-Zeit hatten. Die quasiexperimentelle Studie von Jünger et al. untersuchte die kurz- und mittelfristigen Effekte einer Bewegungsintervention auf die körperliche Aktivität mithilfe von 5 der 8 Übungen aus dem DMT sowie einer weiteren Ergänzungsübung [14]. Eine Besonderheit dieser Studie liegt in den zusätzlichen Messzeitpunkten vor und nach einer Erhaltungsmaßnahme, die im Anschluss an die Intervention stattfand. Die Grundlagenausdauer wurde mittels des „6-min-Laufs“ ermittelt. Die Entwicklung verläuft hier nicht gleichmäßig in den unterschiedlichen Gruppen, sodass nach der Intervention zwar die IG besser abschneidet, am Ende der Erhaltungsmaßnahme allerdings die Kontrollgruppe bessere Werte erzielt [14]. Die Erkenntnisse von Biesenbach zeigen Verbesserungen der körperlichen Aktivität in beiden Gruppen, aber keinen statistisch signifikanten Unterschied [3]. In der Studie von Schwartze et al. verschlechterte sich die körperliche Aktivität gemessen mit der SIQ in beiden Gruppen leicht [26].

Ansätze der Bewegungsförderung

In der Interventionsgestaltung von Biesenbach wurden auch verhaltenspsychologische Faktoren einbezogen. So korreliert die Selbstwirksamkeitserwartung der Mütter statistisch hoch signifikant mit der der Kinder und deren Motivationslage. Auch zeigen sich Auswirkungen auf die Ergebnisse der sportmotorischen Testung. Beispielweise zeigen die Kinder, die einen hohen Grad an Motivation haben, eine bessere Ausdauerleistung, während extrinsisch motivierte Kinder Verschlechterungen zeigen [3]. Den Faktor Motivation untersuchten Gentile et al. näher. Hier wird nur die Motivationsart gemessen, bei der sich herausstellt, dass durch ein Förderprogramm die intrinsische Motivation über ein Schuljahr hinweg geschützt bzw. gestärkt werden kann, die als Faktor für höhere körperliche Aktivität gilt [11]. Einen anderen Ansatz, in dem auch die Bewegungsförderung ein Teil war, verfolgen Schwartze et al. mit der Prävention von Adipositas bei Jungen mithilfe eines Projektunterrichts [26]. Hier werden statistisch signifikante Verbesserung des Wissens der IG festgestellt, in den anderen Variablen sind keine nennenswerten Unterschiede zu berichten. In der Studie von Dirksen et al. wird der Ansatz verfolgt, mithilfe von koordinativem Training auch Verbesserungen der schulischen Leistung zu generieren. Die koordinativen Leistungsvoraussetzungen konnten teilweise in der IG statistisch bedeutsam verbessert werden, die Verbesserung der Schulleistung in verschiedenen Teilbereichen blieb aus [7].

Diskussion

Das Review zeigt, dass bislang wenige wissenschaftlich evaluierte Bewegungsförderungsprogramme an weiterführenden Schulen stattgefunden haben, die methodische Unterschiede aufweisen. Auf organisatorischer Ebene ist die Stichprobengröße z. T. klein [21] oder die Gruppen sind sehr ungleich verteilt [3]. Dies kann einen Einfluss auf die Ergebnisse haben, da sich in den kleinen Gruppen Merkmale einzelner Kinder bemerkbar machen können, die bei größeren Gruppen das Ergebnis tendenziell nicht verfälschen.
Bei Biesenbach (2008) bildet nur eine Klasse die Kontrollgruppe, weshalb die Übertragbarkeit der Ergebnisse schwerfällt. Hier erhalten die Kinder eine zusätzliche Sportstunde über ein Schuljahr, wobei sich die IG nur in der Variablen „Rumpfbeuge“ verbessert. Die Kinder in der Klasse der Kontrollgruppe könnten durch vielfältige Faktoren, wie z. B. Sportunterricht, beeinflusst worden sein. Die unterschiedlichen Signifikanzen aller Studien können verschiedene Ursachen haben, wie die Ungleichverteilung der Gruppen, Messungenauigkeit der Instrumente, Störvariablen innerhalb des Schulsektors etc. Hier soll jedoch vor allem übergreifend auf die Konzeption und Wirksamkeit der Studien geblickt werden. Bei den Interventionen, die auf die Steigerung der sportmotorischen Leistung abzielen, werden spezifische Inhalte, die auf trainingswissenschaftliche Erkenntnisse abgestimmt sind, umgesetzt. Für eine spezifischere Trainingsintervention mit dem Ziel der Verbesserung der Koordination oder der Kraftausdauer zeigen sich nach einem Schulhalbjahr [7] oder schon 8 Wochen mit anschließendem Erhaltungstraining [14] als wirksam.
Übergreifend fällt positiv auf, dass die Dauer der Interventionen durchschnittlich mit mindestens einem Schulhalbjahr lang ist, was im Kontext von Bewegungsprogrammen an Schulen oft nicht gegeben ist. Gerade die Bewegungsprogramme außerhalb der Unterrichtszeit zeigen eine positive Auswirkung auf die körperliche Aktivität [3, 21]. Dagegen misst die Studie von Schwartze et al. eine sinkende Aktivitätszeit bei einer Intervention mit Projektunterricht während der Unterrichtszeit [26]. Bei dem Bewegungsprogramm außerhalb des Unterrichts wurde gerade bei Kindern mit geringer körperlicher Aktivität eine erhöhte Aktivität in der Intervention festgestellt, sodass die Intervention einen maßgeblichen Teil der erhöhten Aktivität ausgemacht hat [21]. Es fällt also gerade bei Kindern mit geringer körperlicher Aktivität auf, dass für eine Steigerung der körperlichen Aktivität Zeit für Aktivität innerhalb der Intervention notwendig ist, um Verbesserungen zu erzielen. Die Aktivität muss dabei nicht hochkomplex sein, da auch bei Roth et al. einfache Spiele umgesetzt worden sind [21]. Es kann darüber hinaus festgehalten werden, dass die Studien von Roth et al. objektive Messverfahren nutzen (ACC; [21]), wogegen Schwartze et al. mit subjektiven Messverfahren (SIQ; [26]) vorgeht. Interventionen, die zusätzliche Zeit für Aktivität bieten, zeigen sich auch in anderen Ländern als wirksam [10, 16]. So werden in einer finnischen Studie an weiterführenden Schulen zusätzliche Bewegungszeit und Equipment zur Verfügung gestellt, wodurch sich innerhalb eines Schuljahres die Aktivitätszeit der IG verbessert [10]. Im Gegensatz dazu stellt sich ein Tanzprogramm nach der Schule bei Mädchen im Alter von 11–12 Jahren in England als nicht wirkungsvoll heraus [13]. Die körperliche Aktivität kann hier nicht gesteigert werden, was die Schwierigkeit einer wirksamen Intervention an weiterführenden Schulen herausstellt. Hier werden allerdings im Gegensatz zu anderen Studien komplexe Interventionen mit beispielsweise psychologischen Ansätzen nicht berücksichtigt [3, 10, 11].
Erkenntnisse durch Erfassung der Merkmale Motivation und Selbstwirksamkeit zeigen, dass der Einbeziehung des Elternhauses, explizit der Mütter, oder auch der Motivation der Kinder Bedeutung beigemessen werden muss, da dies zu statistisch signifikant besseren Testergebnissen führen kann [3]. In einem systematischen Review stellen die Autor*innen ebenfalls das Potenzial von Bewegungsförderung mittels Motivationsfaktoren heraus, da in den narrativ berichteten Ergebnissen eine Steigerung der körperlichen Aktivität festgestellt werden konnte [15]. Keine der Studien fand allerdings in Deutschland statt, was das Forschungsdesiderat herausstellt. Auch die Faktoren Eltern und Kommune könnten außerhalb der Schule einflussreiche Faktoren sein, wie beispielsweise Lytle et al. in einer amerikanischen Studie herausstellen [18]. Dies sind Ansätze, die bislang in Deutschland wenig Beachtung gefunden haben. Aber auch diese sollten bei zukünftigen Interventionen mitberücksichtigt werden. Das Forschungsfeld muss vielseitig betrachtet werden, da das Potenzial für Bewegungsprogramme bislang nicht ausgeschöpft ist. Neben den hier gefundenen Interventionen im Sportunterricht und in der Nachmittagsbetreuung kann auch der aktive Schulweg und Equipment an den Schulen sowie die Kommune und das Elternhaus als Einflussfaktoren integriert werden. Bewegungsförderung in der Pause und Equipment beispielsweise zeigen für die Grundschule als Interventionskomponente positive Effekte [8, 9], wobei die Erkenntnisse nicht mühelos auf die weiterführenden Schulen übertragen werden können. Des Weiteren sind die Angebote in Deutschland bislang größtenteils auf die Altersklassen der 5. oder 6. Klasse zugeschnitten. Lediglich die Studie von Jünger et al. wird in der 8. Klasse durchgeführt [14]. In der Pubertät findet jedoch gerade bei Mädchen eine Abnahme der körperlichen Aktivität statt [28]. Hier werden in anderen Ländern bereits komplexe Ansätze formuliert, die beispielsweise auf den Einbezug der Kommune oder Outdoor-Aktivitäten erfolgreich zurückgreifen [2, 5, 24, 25, 30, 31]. Bei teilnehmenden Jugendlichen kann bei Nagy-Pénzes et al., anders als bei den Kindern aus der Studie von Schwartze et al., auch eine Intervention mit dem Schwerpunkt auf Wissenstransfer eine positive Auswirkung auf die körperliche Aktivität haben [19].

Schlussfolgerungen

Zentrale Ergebnisse der Analyse der wissenschaftlichen Literatur sind, dass Interventionen, die außerhalb der regulären Schulzeit und während der Nachmittagsbetreuung stattfanden, nur begrenzte Verbesserungen der sportmotorischen Leistungen erzielen konnten, sich aber positiv auf die körperliche Aktivität auswirken. Für Interventionen, die in die Unterrichtszeit integriert waren, konnten in den IG hingegen positive Effekte auf die sportmotorischen Leistungen nachgewiesen werden. Ein weiteres Ergebnis dieser Analyse ist, dass die Konzeption der Interventionssitzungen einen entscheidenden Einfluss auf die sportmotorische Leistung der Schüler*innen hat. Im Bereich der Ansätze zur Bewegungsförderung konnte zur Motivation festgestellt werden, dass die Motivation die sportmotorische Leistung beeinflusst und Interventionen eine schützende Wirkung auf die intrinsische Motivation haben können. Das Interesse an Programmen zur Bewegungsförderung an weiterführenden Schulen wächst international und sollte zukünftig auch in Deutschland mehr Berücksichtigung finden.

Limitationen

Durch das Scoping Review konnten Schwerpunkte und Interventionen der Bewegungsförderung in Deutschland an weiterführenden Schulen festgestellt werden. Eine Limitation durch das Vorgehen eines Scopings anstelle eines Systematischen Reviews ist die fehlende Bewertung der Studienqualität. Auch eine Metaanalyse könnte über die dargestellten Wirksamkeiten hinaus übergreifende Auswertungen und Aussagen generieren. Des Weiteren wäre der Ansatz eines systematischen Reviews mit Metaanalyse im internationalen Vergleich interessant, um weitere Hinweise für zukünftige Forschungsschwerpunkte und Interventionsdurchführungen im Bereich der Bewegungsförderung an weiterführenden Schulen zu eruieren.

Fazit für die Praxis

  • Aus den Ergebnissen lassen sich Handlungsempfehlungen für die Umsetzung zukünftiger Interventionen ableiten. Diese sollten Ansporn sein, in Zukunft mehr empirisch fundierte Bewegungsprogramme für Schüler*innen in weiterführenden Schulen umzusetzen:
  • Eine Intensivierung der Forschung, um im bislang untergeordneten Bereich der Bewegungsförderung an weiterführenden Schulen zu empirisch fundierten Konzepten zu kommen.
  • Transparente und klare Formulierung des Studiendesigns, der Interventionsgestaltung und der Ergebnisse, um konkretere Aussagen hinsichtlich der Wirksamkeit zu treffen, wobei das Alter und Ziel der Bewegungsförderung eine wesentliche Rolle bei der passenden Gestaltung der Intervention und deren Wirksamkeit spielen.
  • In Zukunft sollten die Förderung der sportmotorischen Leistung und der körperlichen Aktivität im Zusammenhang mit psychologischen Aspekten wie z. B. der Motivation betrachtet werden.
  • Interventionen zur Steigerung der körperlichen Aktivität können gut außerhalb des Unterrichts gefördert werden, während Interventionen zur Steigerung der sportmotorischen Leistung in der Unterrichtszeit Erfolg versprechender sind.
  • Der Einbezug der Eltern in das Programm und die Betrachtung auch deren psychologischen Faktoren hat sich als wirksam herausgestellt.
  • Um Aufschluss über die Wirksamkeit der Integration einer „Erhaltungsphase“ unmittelbar nach der Intervention zu erlangen, muss weitere Forschungsarbeit betrieben werden.

Funding

Open Access funding enabled and organized by Projekt DEAL. Open Access, CC-BY-SA 4.0

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

D.S. Schoser, A. Melcher, I. Froböse und C. Wilke geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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Literatur
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Metadaten
Titel
Bewegungsförderung an weiterführenden Schulen in Deutschland
Ein Scoping Review
verfasst von
Daria Sophia Schoser
Anne Melcher
Prof. Dr. Ingo Froböse
Dr. Christiane Wilke
Publikationsdatum
16.05.2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 2/2024
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763
DOI
https://doi.org/10.1007/s11553-023-01041-8

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