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DGNeurologie

Diagnostik und Therapie funktioneller neurologischer Bewegungsstörungen

Vom Rand ins Zentrum

Erschienen in:

Zusammenfassung

Funktionelle Bewegungsstörungen sind häufige Erkrankungen, die durch heterogene Störungen der willkürlichen Motorik und nicht-motorische Symptome gekennzeichnet sind. Diagnostik und angemessene Weiterversorgung sind jedoch oftmals mit Unsicherheit bei Patienten und betreuenden Ärzten verknüpft. Zur Erleichterung des diagnostischen Prozesses erläutern wir die Herangehensweise bei Anamnese und klinischer Untersuchung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Inkonsistenz und Inkongruenz der Symptome sowie der patientengerechten Mitteilung der Diagnose, die den ersten Schritt der Behandlung darstellt. Weitere therapeutische Maßnahmen sollten sich an den individuellen Bedürfnissen der Patienten orientieren und sich auf Psychoedukation und die Entwicklung eines gemeinsamen Krankheitsmodells stützen. Zur Behandlung werden sowohl Psychotherapie als auch Physiotherapie empfohlen, die am besten im Rahmen integrativer Ansätze kombiniert werden. Angesichts der Häufigkeit der Störung und der Tatsache, dass die Diagnosestellung, Therapieplanung und -koordination in der Neurologie liegen, sollten funktionelle Störungen keineswegs als eine Randerscheinung, sondern vielmehr als ein genuin neurologisches Phänomen wahrgenommen und behandelt werden.
Titel
Diagnostik und Therapie funktioneller neurologischer Bewegungsstörungen
Vom Rand ins Zentrum
Verfasst von
C. Bolte
C. Degen-Plöger
A. Münchau
PD Dr. med. A. Weissbach
Publikationsdatum
13.06.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
DGNeurologie / Ausgabe 4/2024
Print ISSN: 2524-3446
Elektronische ISSN: 2524-3454
DOI
https://doi.org/10.1007/s42451-024-00675-y
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Bildnachweise
Ärztin im Gespräch/© Cecilie_Arcurs / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)