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01.06.2014 | Leitthema | Ausgabe 6/2014

Der Unfallchirurg 6/2014

Bildgebende Diagnostik der Knochensarkome

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 6/2014
Autoren:
J.A. Krämer, R. Gübitz, L. Beck, W. Heindel, Dr. V. Vieth

Zusammenfassung

Hintergrund

Knochentumoren, und hier insbesondere die Knochensarkome, gehören im Vergleich zu den deutlich häufiger vorkommenden Knochenmetastasen zu den selteneren Läsionen des Skelettsystems. Trotz dieser relativen Seltenheit darf man sie als wichtige Differentialdiagnosen nicht außer Acht lassen.

Ziel der Arbeit

Ziel ist es, dem Leser einen Einblick in die Grundlagen der primären Bildgebung der Knochensarkome zu geben und dies anhand zweier Beispiele (Osteosarkom, Chondrosarkom) zu verdeutlichen.

Ergebnisse

Die Grundlage der bildgebenden Diagnostik der Knochensarkome bildet die Projektionsradiographie in 2 Ebenen. Hier lassen sich mittels Lodwick-Klassifikation, Konfiguration der Periostreaktion und einer möglichen Veränderung der Kortikalis wichtige Hinweise auf das biologische Verhalten eines Tumors sammeln. Eine Tumormatrix und die Lokalisation innerhalb des Skeletts bzw. innerhalb der Röhrenknochen liefern zusätzlich wichtige Informationen zur differentialdiagnostischen Eingrenzung. Das bildgebende lokale Staging erfolgt mittels Magnetresonanztomographie (MRT) mit bestimmten, auf die Knochentumordiagnostik abgestimmten Untersuchungssequenzen. Zum Ausschluss möglicher Skip-Metastasen wird diese Lokaldiagnostik durch ein „Kompartment-MRT“ mit Darstellung des gesamten, tumortragenden Knochens bzw. der angrenzenden Gelenke ergänzt. Die häufigsten Fernmetastasen treten insbesondere beim Osteosarkom und beim Chondrosarkom in der Lunge auf, so dass hier standardmäßig eine Computertomographie (CT) des Thorax durchgeführt wird. Weitere bildgebende Methoden wie die CT des Tumors, die Positronenemissionstomographie-CT (PET-CT), die Skelettszintigraphie und das Ganzkörper-MRT ergänzen die Diagnostik je nach Tumorart.

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