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18.12.2017 | Leitthema | Ausgabe 1/2018

Trauma und Berufskrankheit 1/2018

Bildgebung und Interventionen bei Weichteilsarkomen der Extremitäten

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 1/2018
Autoren:
FCIRSE, EBIR PD Dr. R. Aschenbach, M. Voigt, G. Hofmann, I. Diamantis, N. Eckardt, U. Teichgräber, M. Freesmeyer, R. Drescher, T. Franiel

Zusammenfassung

Hintergrund

Weichteilsarkome sind seltene Tumoren mit etwa 1 % aller malignen Erkrankungen des Erwachsenen. Das Langzeitergebnis sowie der Erfolg lokaler und systemischer Therapiemaßnahmen hängen entscheidend vom korrekten lokalen Staging des Primärtumors sowie der Tumorausdehnung im Ganzkörperstaging ab.

Grundsätze

Neben den klassischen projektionsradiographischen Verfahren und dem Ultraschall spielt beim lokalen Staging von Weichteilsarkomen die Magnetresonanztomographie (MRT) die führende Rolle. Aufgrund des hohen Weichteilkontrastes sowie des Fehlens ionisierender Strahlung ist sie die ideale Methode zur Evaluation und zum Therapiemonitoring nach erfolgter Therapie bei Weichteilsarkomen. Aufgrund des Metastasierungsmusters von Weichteilsarkomen wird das Ganzkörperstaging empfohlen. Hier steht mit der Computertomographie (CT) eine sensitive Methode zur Verfügung. Die Kombination mit metabolischen Verfahren wie der Positronenemissionstomographie (PET) in Form der PET/CT erlaubt eine weitere Steigerung in der Sensitivität pathologischer Befunde. Auch interventionelle Verfahren, wie z. B. Biopsie und Embolisation zur präoperativen Vorbereitung, finden Einsatz.

Schlussfolgerung

Nur durch den gezielten Einsatz moderner bildgebender Verfahren ist heute ein korrektes lokales und systemisches Staging von Weichteilsarkomen zu gewährleisten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit in einem Sarkomzentrum sollten Methodenauswahl sowie der Einsatz interventioneller Verfahren individuell für die Situation des Patienten entschieden werden, um so den optimalen Behandlungserfolg bis hin zur langfristigen Tumorfreiheit zu gewährleisten.

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