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01.03.2012 | Leitthema | Ausgabe 3/2012

Der Radiologe 3/2012

Bildgestützte Strahlentherapie

Paradigmenwechsel in der Strahlentherapie

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 3/2012
Autoren:
Prof. Dr. F. Wenz, C. Belka, M. Reiser, S.O. Schönberg

Zusammenfassung

Klinisches Problem

Die Einführung der bildgestützten Radiotherapie (IGRT – „image-guided radiotherapy“) hat wie kaum eine andere Innovation die Behandlungsabläufe in der Radioonkologie verändert.

Therapeutische Standardverfahren

Eine einmalige Bildgebung zur Bestrahlungsplanung vor der Behandlungsserie berücksichtigt nicht die Änderung der Patientengeometrie und die Organbeweglichkeit.

Neue Therapieverfahren

Das Prinzip der IGRT besteht in der räumlichen und zeitlichen Zusammenführung von Bildgebung in der Bestrahlungsposition unmittelbar vor der eigentlichen Bestrahlung.

Diagnostik

Mittels Cone-beam-CT oder stereotaktischem Ultraschall wird die Ist- mit der Sollposition verglichen.

Leistungsfähigkeit

Die IGRT erlaubt die Reduktion der Sicherheitssäume und damit die Schonung des Normalgewebes, ohne das Rezidivrisiko zu erhöhen.

Bewertung

Zukünftig wird die lineare Behandlungskette in der Radioonkologie durch eine geschlossene, multipel rückgekoppelte Therapieschleife ersetzt werden.

Empfehlung für die Praxis

Speziell bei Präzisionsbestrahlungen wie z. B. Prostata- oder Hirntumoren kommt die IGRT zunehmend zum Einsatz.

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