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01.01.2012 | Leitthema | Ausgabe 1/2012

Der Gynäkologe 1/2012

Biobanken als wissenschaftliche Ressourcen

Beispiel Biobank PopGen

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 1/2012
Autoren:
Prof. Dr. U. Nöthlings, A. Kohlenberg

Zusammenfassung

Biomaterialbanken sind von zentraler Bedeutung für die medizinische Forschung. In Biobanken werden Daten und Probenmaterial von Personen gesammelt und der medizinischen Forschung effizient sowie qualitätsgesichert zur Verfügung gestellt. Seit 2003 besteht am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein die Biobank PopGen. Sie schließt populationsbasiert Fälle und Kontrollen in Studien zu entzündungsbasierten, neurologischen, onkologischen und anderen Erkrankungen ein. Vorrangiges Ziel ist es, DNA für genetische Assoziationsstudien verfügbar zu machen. Bis heute sind Material und Daten von mehr als 80.000 Personen in PopGen eingeschlossen. Mit der zunehmenden Bedeutung für die „personalisierte Medizin“ sind standort- und länderübergreifende Nutzungen von Proben und Daten notwendig, um Studienpopulationen von ausreichender Größe für relevante statistische Aussagen zu erhalten. Diese Entwicklung stellt an die Harmonisierung von Studiendesigns, das Qualitätsmanagement von Proben und Daten sowie an Datenschutzaspekte neue Herausforderungen, denen sich nationale, europäische und internationale Initiativen stellen.

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