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Blasenhalssuspension, Stamey

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Ziel

Sichere Knotenführung bei der Blasenhalssuspension nach STAMEY

Problem

Das Knoten der Fäden bei der Blasenhalssuspensions-Operation nach STAMEY birgt die Gefahr, dass der zuerst gelegte Knoten abrutscht, noch bevor oder während er durch weitere Knoten gesichert werden kann. Dieser Umstand kann das gesamte Operationsergebnis gefährden.

Lösung und Alternativen

Prinzipiell kann der erste, in der Regel als Doppelknoten angelegte Knoten durch eine armierte Pinzette oder Klemme vom Assistenten gehalten werden, bis er durch weitere Knoten gesichert ist. Alternativ kann die Verwendung eines ca. 2–3 cm langen Stücks einer sterilen 8 Charr. Säuglings-Magensonde als Widerlager nicht nur ohne einzuschneiden für eine bessere Kraftverteilung der Suspensionsfäden auf der Rektusfaszie sorgen, sondern ermöglicht dem Operateur zudem ein abrutschfreies Abknoten der Fäden, ohne dabei auf den Assistenten angewiesen zu sein.

Das kleine Plastikröhrchen wird hierzu über das eine Ende des Suspensionsfadens gefädelt und bis zur Rektus-Faszie herabgeführt. Dann wird der Doppelknoten angelegt. Das zum Röhrchen weisende Fadenende wird daraufhin durch das Lumen desselben geführt. Der Doppelknoten liegt nun im Inneren des Röhrchens, kann dort angezogen und durch weitere gegenläufige Knoten außerhalb des Röhrchens gesichert werden. (Abb. 1).

Literatur

  • McLoughlin J (1994) Tying the knot during Stamey colposuspension. British Journal of Urology 74: 118