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20. Bisphosphonate und Denosumab

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Bisphosphonate (BP) sind potente Inhibitoren der Knochenresorption, indem sie den Stoffwechsel des Osteoklasten hemmen.
  • Die modernen stickstoffhaltigen BP (z. B. Zoledronat, Ibandronat) sind heute immer noch erste Wahl („first line“) in der medikamentösen Behandlung der Osteoporose. Zoledronat hat die längste Wirkdauer der BP, Risedronat die kürzeste.
  • Die wöchentliche oder monatliche Einnahme von oralen BP haben die Einnahmetreue (Compliance) deutlich verbessert. Die intravenöse Gabe (z. B. 5 mg Zoledronat als Jahresinfusion) hat die Applikation nochmals vereinfacht, Nebenwirkungen bei der oralen Einnahme werden vermieden.
  • Denosumab als monoklonaler Antikörper gegen RANKL wirkt als antiresorptive Substanz, indem es die Rekrutierung der Osteoklasten hemmt.
  • Denosumab wird 2-mal jährlich subkutan gespritzt, wird gut vertragen, zeigt aber ein leicht erhöhtes Risiko für Infektionen (Eingriff in das Immunsystem).
  • Langzeitnebenwirkungen wie Kiefernekrosen oder Femurschaftfrakturen sind in der Behandlung der Osteoporose extrem selten und wurden bei BP wie bei Denosumab gleichermaßen berichtet.
  • Nach Absetzen von Denosumab kommt es zu einem raschen Abfall der Knochendichte. Die Fortsetzung der Therapie mit einer anderen antiresorptiven Substanz wie z. B. Zoledronat wird empfohlen. Damit können 70–80 % der mit Denosumab gewonnenen Knochendichte erhalten werden.
  • Denosumab kann auch bei Niereninsuffizienz ohne Dosisanpassung gegeben werden. Ein höheres Risiko für Hypokalzämie bei Therapiebeginn muss beachtet werden.
Titel
Bisphosphonate und Denosumab
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_20
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