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01.11.2013 | Leitthema | Ausgabe 11/2013

Der Gynäkologe 11/2013

Blasenmole und gestationsbedingte trophoblastäre Neoplasien

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 11/2013
Autoren:
Dr. J. Salmen, B. Rack, D. Varga, J. Huober, W. Janni

Zusammenfassung

Hintergrund

Trophoblasttumoren stellen eine heterogene Gruppe von Tumoren dar. Zu dem Formenkreis zählen unter anderem die Partialmole, die komplette Blasenmole, die invasive Blasenmole, das Chorionkarzinom, der Plazentabett – Tumor und der epitheloide Trophoblasttumor. Die vier zuletzt genannten Krankheitsbilder gehören zu den gestationsbedingten trophoblastären Neoplasien (GTN).

Ziel der Arbeit

In der vorliegenden Arbeit wird eine Übersicht über Symptome, Diagnostik und Therapie der Blasenmole und der GTN gegeben.

Klinische Symptome

Die häufigsten klinischen Symptome sind die vaginale Blutung sowie eine deutlich erhöhte Konzentration an humanem Choriongonadotropin (HCG). Daneben kann ein intensiv wachsender Uterus zur Diagnosestellung führen. Seltener treten Beschwerden aufgrund einer bereits stattgefundenen Metastasierung auf.

Diagnostik

Goldstandard sind die Vaginalsonographie sowie die Bestimmung des HCG. Eine histologische Sicherung ist erforderlich. Bei der Diagnose einer GTN ist ein Staging zur Detektion von Metastasen erforderlich.

Therapie

Die Therapie der Wahl bei der partiellen oder kompletten Blasenmole ist die operative Intervention. Bevorzugt werden sollte die Saugkürettage, da sie mit der geringsten Perforationsgefahr einhergeht. Bei den gestationsbedingten trophoblastären Neoplasien richtet sich die Therapie nach dem Stadium der Erkrankung. Je nach Stadium wird eine Mono- oder eine Polychemotherapie verabreicht.

Fazit

Auch wenn die Inzidenz der Trophoblasterkrankungen gering ist, kann diese Erkrankung mit einer relevanten maternalen Morbidität assoziiert sein. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Diagnosestellung und eine stadiengerechte Therapie von entscheidender Bedeutung für die Prognose.

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