39. Bronchiolitis
- 2022
- OriginalPaper
- Buchkapitel
- Verfasst von
- Ulrich Costabel
- Claus Kroegel
- Erschienen in
- Seltene Lungenerkrankungen
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Zusammenfassung
Das Kapitel fasst die anatomischen Grundlagen, die Klassifikation, die Bildgebung und die klinische Präsentation der Erkrankungen der kleinen Atemwege zusammen. Der Terminus „Bronchiolitis“ bezeichnet eine große Gruppe von primären oder sekundären Erkrankungen der kleinen Atemwege unterschiedlichster Ätiologie, Histopathologie, Klinik und Prognose. Aufgrund dieser Variabilität sowie der unspezifischen Symptome und Befunde ist eine bronchioläre Erkrankung oft nicht unmittelbar ersichtlich. Sekundäre Formen treten im Rahmen gut definierter Entitäten auf, z. B. bei Kollagenosen, Infektionen, Inhalation von Noxen. Sie stehen unmittelbar mit dem zugrunde liegenden pathologischen Prozess in Zusammenhang. Bei den selteneren primären Formen liegt eine isolierte Manifestation der kleinen Atemwege vor, die sich nicht auf eine identifizierbare Ursache zurückführen lässt. Die Diagnose beruht auf der integrierten Bewertung von Anamnese, Klinik (Husten, Dyspnoe), körperlichem Untersuchungsbefund (systemische oder pulmonale Infektion, Obstruktion, Überblähung), Lungenfunktion und v. a. dem HRCT mit den charakteristischen Veränderungen (Tree-in-bud-Zeichen, zentrilobuläre Noduli und Mosaikmuster). Die Therapie sekundärer Formen orientiert sich an der Grunderkrankung. Die Behandlung der primären Bronchiolitiden hängt von der jeweiligen Form ab. Bei idiopathischen Formen kommt eine Kombination aus Makroliden und Kortison in Betracht.
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- Titel
- Bronchiolitis
- Verfasst von
-
Ulrich Costabel
Claus Kroegel
- Copyright-Jahr
- 2022
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Buch
-
Seltene Lungenerkrankungen
Print ISBN: 978-3-662-63650-3
Electronic ISBN: 978-3-662-63651-0
Copyright-Jahr: 2022
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_39
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