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41. Bronchitis plastica

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Bronchitis plastica ist ein seltenes, klinisch definiertes Krankheitsbild ungeklärter Ätiologie, das meist im Rahmen einer pulmonalen oder kardiologischen Grunderkrankung auftritt. Krankheitsdefinierend sind große Bronchialausgüsse von überwiegend zäher, gummiartiger Konsistenz, die spontan abgehustet oder bronchoskopisch extrahiert werden. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten und ist am häufigsten bei Kindern zu finden. Die Ätiologie ist in vielen Fällen unklar. Wahrscheinlich ist für die Ausgussentstehung das Zusammentreffen mehrerer Faktoren notwendig. Der Nachweis eines pathologischen Flusses in den bronchopulmonalen Lymphbahnen durch MR-Lymphangiografie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das klinische Spektrum reicht von unspezifischen Symptomen wie Husten oder Fieber bis zu lebensbedrohlicher respiratorischer Insuffizienz und Asphyxie bei Verlegung zentraler Atemwege durch mobilisiertes Ausgussmaterial. Das Röntgenbild kann Infiltrate oder Atelektasen zeigen. Therapeutisch kommen neben der Behandlung einer eventuellen Grunderkrankung interventionelle Maßnahmen bei Nachweis eines pathologischen Lymphflusses sowie bronchoskopische Interventionen zur Ausgussentfernung und verschiedene antiinflammatorische, mukolytische und fibrinolytische Medikamente zum Einsatz. Die Prognose ist bei behandelbarer Grunderkrankung meist gut.
Titel
Bronchitis plastica
Verfasst von
Jochen Schmitz
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-63651-0_41
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Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Ärztin misst Blutdruck bei adipöser Frau/© DG PhotoStock / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Hoden an einem Schaubild /© Mathias Ernert/ Urologische Klinik/ Universitätsklinikum Mannheim (Symbolbild mit Fotomodellen), ZFA TALKS - Peritonealdialyse/© (M) Jakovo / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell) Logo: Springer Medizin Verlag GmbH