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Berufliche Trauer

Zum funktionalen Umgang mit Todesfällen in der Onkologie

  • 06.10.2021
  • Burn-out
  • Praxis- und Klinikmanagement
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Todesfälle im Beruf können emotional belasten.

Fragestellung

Häufigkeit und Charakteristika beruflicher Trauerreaktionen sowie Handlungsempfehlungen.

Material und Methode

Auswertung quantitativer und qualitativer Befragungen in der Onkologie, Expertiseempfehlungen.

Ergebnisse

Etwa 50 % der Onkologinnen und Onkologen fühlen sich durch Todesfälle belastet. Charakteristika beruflicher Trauer sind Traurigkeit, Leere, Mitgefühl mit Hinterbliebenen, Intrusionen, innere Unruhe, Selbstzweifel und Sinnfragen. Für ein Selbstmanagement beruflicher Trauer wird empfohlen, in der Gestaltung der Beziehung zur behandelten Person eine Balance aus professioneller Distanz und professioneller Nähe anzustreben, die eigene Gefühlsreaktion zu würdigen und eine Offenheit für Trauer ggf. in der eigenen Institution zu etablieren.

Schlussfolgerungen

Berufliche Trauer ist eine natürliche Reaktion auf den Verlust besonderer Beziehungen. Ihr Unterdrücken kann zwar die berufliche und private Funktionsfähigkeit aufrechterhalten, aber auch zu emotionaler Abstumpfung führen. Einem flexiblen Umgang mit Trauer stehen Zeitknappheit und der Vorbehalt, berufliche Trauer sei unprofessionell, entgegen. Dennoch besteht eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten für einen konstruktiven Umgang mit beruflicher Trauer.
Titel
Berufliche Trauer
Zum funktionalen Umgang mit Todesfällen in der Onkologie
Verfasst von
Dr. phil. Klaus Lang
Publikationsdatum
06.10.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 11/2021
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-021-00339-3
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Inflammatorisches Mammakarzinom/© Springer Medizin Verlag GmbH, Eine Person kratzt sich am Rücken über der Schulter/© ryanking999 / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)