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Cannabis lohnt sich für ältere Schmerzpatienten

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Auszug

Wegen der hohen Multimorbidität und Polypharmazie bei älteren Menschen schrecken viele Ärztinnen und Ärzte vor einer Schmerztherapie mit Cannabinoiden zurück. Dabei könne sich der Einsatz gerade bei Symptomclustern lohnen, so Prof. Thomas Herdegen, Pharmakologe und Toxikologe vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Denn oft liege bei Schmerzen im Alter eine „syndromale Entourage“ vor, bestehend aus affektiven Störungen, Stress und Angst, Schlafstörungen sowie körperlichen Einschränkungen. Herdegen zufolge setzen THC-basierte Cannabispräparate an verschiedenen Enden dieses Symptomkomplexes an und könnten durch ihre anxiolytische, schlaffördernde, myotonolytische und appetitanregende Wirkung zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Ein weiterer Vorteil ist laut Herdegen, dass eine differenzierte Dosistitration in Abhängigkeit von Nebenwirkung und Wirkung möglich ist. „Mit Medizinalcannabis haben wir ein Prinzip, das der Vorstellung von personalisierter, individualisierter Behandlung nahekommt.“ …
Titel
Cannabis lohnt sich für ältere Schmerzpatienten
Verfasst von
Raphaela Götz
Publikationsdatum
07.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Schmerzmedizin / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 2194-2536
Elektronische ISSN: 2364-1010
DOI
https://doi.org/10.1007/s00940-025-4984-8

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