Zum Inhalt

Cathepsin K unterstützt Krebszellen beim Einwandern in Knochengewebe

  • 13.11.2015
  • kurz notiert
Erschienen in:

Auszug

Krebszellen, die ins Knochengewebe wandern, beginnen, das Protein Cathepsin K zu produzieren. Damit steigern sie ihre Überlebensfähigkeit in der Umgebung des Knochens, wie Freiburger Wissenschaftler nun herausgefunden haben. In ihren Untersuchungen stellten sie fest, dass Cathepsin K die Matrix-Metalloproteinase 9 (MMP-9) unter sauren Bedingungen, wie sie in Tumoren und während der Knochenresorption vorherrschen, spalten und aktivieren kann. Die Aufgaben der MMP-9 sind der Abbau und das Remodeling der extrazelluläre Matrix. Damit wird den Krebszellen ermöglicht, sich im Knochen einzunisten. Außerdem aktiviert MMP-9 Proteine, die die Bildung neuer Blutgefäße fördern. Damit wurde ein wichtiger, bisher unbekannter Zusammenhang zwischen der Expression von Cathepsin K in Tumoren und Knochen und dem Remodeling der extrazellulären Matrix durch die MMP-9-Aktivierung entdeckt [Christensen J et al. BMC Research Notes 2015;8:322]. …
Titel
Cathepsin K unterstützt Krebszellen beim Einwandern in Knochengewebe
Verfasst von
Judith Neumaier
Publikationsdatum
13.11.2015
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
InFo Hämatologie + Onkologie / Ausgabe 7/2015
Print ISSN: 2662-1754
Elektronische ISSN: 2662-1762
DOI
https://doi.org/10.1007/s15004-015-0998-z

Neu im Fachgebiet Onkologie

Erhöhte Sterblichkeit bei Brustkrebs durch genetisches BMI-Risiko

Bei postmenopausalen Brustkrebspatientinnen ist ein hoher genetischer Risikoscore für Adipositas mit einer erhöhten Gesamtmortalität assoziiert. Die gute Nachricht: Regelmäßige Spaziergänge können dieses Risiko abmildern.

Vorteile für risikobasiertes Mammakarzinom-Screening?

Mehr verhinderte Brustkrebstodesfälle, weniger falsch positive Wiedereinbestellungen – geht es nach einer US-Simulationsstudie, bieten bestimmte Strategien zur Früherkennung, die das absolute 5-Jahres-Mammakarzinomsrisiko berücksichtigen, Vorteile gegenüber rein altersbasierten Mammografieprogrammen.

Positiver Schnittrand bei Prostatektomie: Ausdehnung ist prognoserelevant

Ob der Nachweis von positiven Schnitträndern nach radikaler Prostatektomie mittelfristig mit einem erhöhten Risiko für biochemische Rezidive und für Metastasen einhergeht, hängt auch von der Ausdehnung des Randbefalls ab.

Frühe CAR-T-Zell-Therapie halbiert Sterberate bei multiplem Myelom

Erhalten Menschen mit multiplem Myelom bereits nach dem ersten Versagen einer Lenalidomid-Behandlung eine CAR-T-Zell-Therapie gegen BCMA, wird die Sterberate im Vergleich zu einer Standardbehandlung um 45% reduziert. Das belegt ein Update einer Phase-3-Studie.

Update Onkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Ältere Frau beim Nordic Walking/© ratmaner / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Ärztin betrachtet Mammografie-Befund/© Gorodenkoff / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen), Infusionstherapie/© Trsakaoe / stock.adobe.com