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Die Chirurgie

Bürokratielast in der Chirurgie

Ergebnisse einer nationalen Umfrage

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Bürokratische Tätigkeiten im chirurgisch-klinischen Alltag erfordern einen hohen Zeitaufwand. Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels bei einem wachsenden Versorgungsbedarf ist es notwendig, Chirurgen von administrativen Tätigkeiten zu entlasten.

Ziel

Die Analyse zielt darauf ab, die Art und den Umfang administrativer Tätigkeiten transparent zu machen, um auf dieser Basis Handlungsoptionen abzuleiten.

Material und Methoden

Die Datenerhebung erfolgte als Umfrage anhand eines digitalen Fragebogens mit 29 Fragen.

Ergebnisse

1632 BDC-Mitglieder beteiligten sich an der Umfrage. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 19 %. Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass Chirurginnen und Chirurgen ein besonders hohes Arbeitspensum bewältigen. So gaben 82 % der Vollzeitbeschäftigten an, pro Woche durchschnittlich 49–79 h tätig zu sein. Der Anteil bürokratischer Aufgaben erwies sich dabei als hoch mit rund 3–4 h täglich bei 67 % der Vollzeitbeschäftigten. Während 94 % der Vollzeitbeschäftigten angaben, dass rund 1–3 h an bürokratischer Arbeit täglich delegiert werden sollten, sind nur 42 % auch dazu befugt. Überflüssige Dokumentation entsteht insbesondere durch erforderliche Mehrfachdokumentation identischer Daten, Prüfungen des Medizinischen Dienstes und sonstiger Kostenträger sowie interne und externe Qualitätsprüfungen. Dabei trägt das ambulante Operieren an Kliniken aus Sicht der Befragten nicht zu einer Reduktion des bürokratischen Aufwands bei. Mit 88 % beurteilte die Mehrheit der Befragten auch den Nutzen der Informationstechnik zur Reduktion des Dokumentationsaufwands als eher gering oder gering. Weniger als die Hälfte der Befragten (44 %) haben grundsätzlich die Möglichkeit, Verwaltungstätigkeiten oder Organisatorisches zu delegieren. Die Gruppe der Ärzte in Weiterbildung und der weiteren Fachärzte ist stärker von bürokratischem Aufwand betroffen und hat weniger Delegationsmöglichkeiten als die Gruppe der Ober- und Chefärzte. Dementsprechend fällt die Arbeitszufriedenheit in der Gruppe der Ärzte in Weiterbildung und der weiteren Fachärzte etwas geringer aus als bei den Ober- und Chefärzten.

Diskussion

Die Ergebnisse passen in den Kontext weiterer aktueller Umfragen zur Bürokratielast.

Schlussfolgerung

Zur Verbesserung der Situation stehen Gesetzgeber, Partner der Selbstverwaltung und auch Krankenhausträger in der Pflicht, Dokumentationserfordernisse zu reduzieren, Abläufe zu optimieren und Möglichkeiten zum elektronischen Datenaustausch zu verbessern.

Graphic abstract

Titel
Bürokratielast in der Chirurgie
Ergebnisse einer nationalen Umfrage
Verfasst von
Dr. med. Friederike Burgdorf, M. Sc.
C. Kunze
B. Braun
D. Richardt
H.-J. Meyer
T. Auhuber
Publikationsdatum
08.08.2025
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
Chirurgie
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 11/2025
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-025-02340-w
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