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Die Chirurgie

Postoperative Lymphfistel nach viszeralchirurgischen Eingriffen – diagnostische und therapeutische Strategien

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Zusammenfassung

Die postoperative Lymphfistel (LF) entsteht durch intraoperative Verletzung der großen Lymphbahnen oder ihrer Äste. Sie ist charakterisiert durch die Sekretion triglyceridhaltigen Sekrets, welche sich klassischerweise über charakteristisch milchige einliegende Drainagen zeigt. In der Viszeralchirurgie tritt die LF am häufigsten nach Pankreas- und Ösophagusoperationen auf. In der Kolorektal‑, Leber- und Magenchirurgie ist sie insgesamt selten. Als therapeutische Maßnahme erfolgt häufig die Gabe von MCT(mittelkettige Triglyceride)-haltiger Kost unter der Vorstellung der Lymphflussverringerung. Kommt es hierunter zu keinem Sistieren der LF, erfolgt eine totale parenterale Ernährung. Seltener sind eine Reoperation, Lymphographie ggf. mit perkutaner Intervention oder Kurzzeitbestrahlung erforderlich. Eine LF führt häufig zu einem längeren Krankenhausaufenthalt und kann mit anderen Komplikationen einhergehen, ist aber selten mit einer Prognoseverschlechterung assoziiert.
Titel
Postoperative Lymphfistel nach viszeralchirurgischen Eingriffen – diagnostische und therapeutische Strategien
Verfasst von
Dr. med. Alina S. Ritter
Dr. med. Jelte Poppinga
Dr. med. Dr. med. univ. Kira C. Steinkraus
PD Dr. med. Anna Nießen
Prof. Dr. med. Thilo Hackert, MBA
Publikationsdatum
08.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 8/2025
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-025-02287-y
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