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Lebererkrankungen auf der Intensivstation

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Lebererkrankungen auf der Intensivstation nehmen an Häufigkeit in den letzten Jahren deutlich zu und werden mittlerweile bei bis zu 20 % der kritisch kranken Patient:innen beobachtet. Ihr Auftreten ist mit einer deutlich erhöhten Morbidität und Mortalität vergesellschaftet. Es lassen sich auf der Intensivstation 2 Gruppen von Lebererkrankungen unterscheiden: Die erste Gruppe beinhaltet die „primären hepatischen Dysfunktionen“, hierunter kann das primär akute Leberversagen sowie das akut-auf-chronische Leberversagen bei vorbestehender Leberzirrhose gezählt werden. Die zweite Gruppe der „sekundären oder erworbenen Lebererkrankungen“ umfasst unter anderem cholestatische Lebererkrankungen und die hypoxische Leberschädigung oder gemischte Formen sowie andere seltenere Lebererkrankungen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Lebererkrankungen und der sehr unterschiedlichen Auslöser ist eine ausreichende Kenntnis der zugrunde liegenden Veränderungen (u. a. hämodynamische, entzündliche oder medikamentöse Veränderungen) unabdingbar. Ein frühes Erkennen, die Diagnosestellung und die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung sind bei allen Leberfunktionsstörungen beim kritisch Kranken auf der Intensivstation essenziell. Im Rahmen dieser Übersichtsarbeit sollen Lebererkrankungen auf der Intensivstation genauer betrachtet sowie ein Einblick in die Diagnostik und Therapiemöglichkeiten gegeben werden.
Titel
Lebererkrankungen auf der Intensivstation
Verfasst von
Dr. med. Dr. med. univ. Kevin Roedl, MBA
Prof. Dr. Valentin Fuhrmann
Publikationsdatum
27.06.2024
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