Zum Inhalt
Die Chirurgie

Anatomische Gefäß- und Gallengangsvarianten in der hepatobiliären Chirurgie

Was ist bei Gallenblasen- und Lebereingriffen zu beachten?

Erschienen in:

Zusammenfassung

Anatomische Varianten sowohl der vaskulären Strukturen von Leber und Gallenblase als auch der Gallengänge sind sehr häufig. Die genaue Kenntnis der unterschiedlichen Verläufe der Gefäße und Gallengänge sowie ihrer topografischen Lagebeziehung zueinander ist bei Eingriffen am oberen Gastrointestinaltrakt und der Leber essenziell und sollte – wenn immer möglich – präoperativ eruiert werden. Am besten gelingt dies durch eine Kontrastmittel-CT (Computertomographie) mit portalvenöser und arterieller Phase sowie durch eine MRT (Magnetresonanztomographie)/MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) mit leberspezifischem Kontrastmittel bei den Gallengängen. Bei kleineren Eingriffen am Leberhilus (Lymphknotenentnahme, Cholezystektomie) steht eine Schnittbildgebung nicht routinemäßig zur Verfügung. Hier sollten sowohl die anatomischen Varianten als auch die intraoperativen Hilfsmöglichkeiten (ICG [Indocyaningrün], Cholangiographie) beherrscht werden. Zwar sind Verletzungen biliärer Strukturen bei der Cholezystektomie insgesamt selten (0,2–0,8 %), jedoch häufig von vaskulären Schäden begleitet (bis 61 %) und haben einen relevanten Einfluss auf die postoperative Morbidität.
Titel
Anatomische Gefäß- und Gallengangsvarianten in der hepatobiliären Chirurgie
Was ist bei Gallenblasen- und Lebereingriffen zu beachten?
Verfasst von
Prof. Dr. med. Georg Wiltberger
Sebastian Cammann
Oliver Beetz
Felix Oldhafer
Thomas Vogel
Florian Vondran
Publikationsdatum
21.08.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-025-02360-6
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Positiver Schnittrand bei Prostatektomie: Ausdehnung ist prognoserelevant

Ob der Nachweis von positiven Schnitträndern nach radikaler Prostatektomie mittelfristig mit einem erhöhten Risiko für biochemische Rezidive und für Metastasen einhergeht, hängt auch von der Ausdehnung des Randbefalls ab.

Liposuktion therapiert das Lipödem am effektivsten

Für die Therapie von Patientinnen – betroffen sind fast ausschließlich Frauen – mit Lipödem existiert eine Reihe von Optionen, mit einem eindeutigen Favoriten in puncto Effektivität. Ein großes Problem ist jedoch die korrekte Diagnose.

Wie Chirurgen durch Missgeschicke zu zweiten Opfern werden

Wenn sich in der Medizin verhängnisvolle Komplikationen oder Fehler ereignen, gibt es neben den betroffenen Patienten oft ein zweites Opfer: die behandelnden Ärztinnen oder Ärzte. Eine dafür besonders anfällige Disziplin ist die Chirurgie.

Machen 5-Alpha-Reduktase-Hemmer die TURP sicherer?

Ergebnisse einer Metaanalyse sprechen dafür, dass eine adjuvante präoperative Behandlung mit 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren bei Männern mit benigner Prostatahyperplasie zu einem geringeren Blutverlust während einer transurethralen Prostataresektion (TURP) beitragen kann.

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Arzt stützt sich nachdenklich ab/© Wavebreakmedia / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Operation/© santypan / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)