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CIDP Red Flags führen auf die Spur

Erschienen in:

Auszug

Die klassische chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) ist nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie durch schubförmig oder progredient über mindestens zwei Monate auftretende symmetrische, meist von distal nach proximal aufsteigende sensible und motorische Ausfallserscheinungen charakterisiert, erklärte Privatdozent Dr. Min-Suk Yoon, Stellvertretender Direktor der Klinik für Neurologie, Ruhr-Universität St. Josef Hospital, Bochum. Bei neurophysiologischen Hinweisen auf eine Polyneuropathie sprechen laut Yoon bereits wenige typische Alarmzeichen (▶Tab. 1 „Red Flags“) für eine CIDP. Bestätigt sich die Diagnose, gilt „Time is nerve“, sagte der Experte.
1
Red Flags zur Sicherung einer frühen Diagnose und Therapie bei CIDP
Erste Anzeichen
▶ Meist beinbetonte symmetrische Tetraparese
Verlauf
▶ Progredienter Verlauf seit mindestens acht Wochen CAVE: untypisch rascher Beginn bei 15 %, ähnlich akutem Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
▶ Rasche Progredienz oder undulierender Verlauf mit spontanen Remissionen vor Diagnosestellung
Symptome
▶ Frühe Paresen, proximal und distal, teilweise bereits Atrophie Atypische Formen zeigen auch asymmetrisch fokale Paresen und kombinierte sensorisch motorische Störungen (MADSAM)
▶ Reflexstatus vermindert oder fehlend
Titel
CIDP
Red Flags führen auf die Spur
Verfasst von
Ute Ayazpoor
Publikationsdatum
22.10.2016
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
InFo Neurologie + Psychiatrie / Ausgabe 10/2016
Print ISSN: 1437-062X
Elektronische ISSN: 2195-5166
DOI
https://doi.org/10.1007/s15005-016-1918-y
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