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Die Nephrologie

Niereninsuffizienz und onkologische Erkrankungen – eine Wechselbeziehung

Erschienen in:

Zusammenfassung

Nierenversagen und onkologische Erkrankungen stehen in einer komplexen Wechselbeziehung. Sie teilen gemeinsame Risikofaktoren und Ursachen, und die spezifische Therapie des jeweils einen Krankheitsbildes kann zur Entstehung des anderen beitragen. Die Inzidenz des chronischen Nierenversagens bei onkologischen Erkrankungen wird in den Risikostratifizierungstools verschiedener Tumorerkrankungen unterschätzt. Eine akute oder chronische Niereninsuffizenz geht jedoch mit erhöhter Morbidität und Mortalität von Tumorpatienten einher. Hier ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen der spezifischen Ursache zur Prognosebesserung geboten. Umgekehrt scheint ein chronisches Nierenversagen per se die Tumorinzidenz zu steigern. Eine intensivierte interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Früherkennung von Nieren- und Tumorerkrankungen bei Risikopatienten, aber auch zur optimierten pharmakologischen Therapie ist geboten und wird mit dem Begriff Nephroonkologie verdeutlicht. Speziell wir Nephrologen müssen unser Verständnis von Tumorbiologie und aktuellen onkologischen Therapieansätzen erweitern.
Titel
Niereninsuffizienz und onkologische Erkrankungen – eine Wechselbeziehung
Verfasst von
PD Dr. med. Ralf Dikow
Martin Zeier
Publikationsdatum
09.07.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Nephrologie / Ausgabe 5/2024
Print ISSN: 2731-7463
Elektronische ISSN: 2731-7471
DOI
https://doi.org/10.1007/s11560-024-00777-4
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