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21.06.2017 | Leitthema | Ausgabe 8/2017

Der Hautarzt 8/2017

Chronisches Ulcus cruris

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 8/2017
Autor:
Prof. Dr. J. Dissemond

Zusammenfassung

Chronische Wunden manifestieren sich klinisch oft als Ulcus cruris. Die wesentlichen Ursachen für ein chronisches Ulcus cruris sind bei ca. 80 % der Patienten eine chronische venöse Insuffizienz und/oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. Jedoch existieren auch zahlreiche weitere potenziell relevante Faktoren, die ein chronisches Ulcus cruris verursachen können oder zumindest dessen Abheilung behindern. Exemplarisch werden daher Krankheitsbilder wie Vaskulitis, Livedovaskulopathie, Pyoderma gangraenosum, Necrobiosis lipoidica, Ulcus hypertonicum Martorell, Kalziphylaxie, Infektionskrankheiten, Neoplasien, Medikamente, kutane Artefakte und genetische Defekte vorgestellt. Die Durchführung einer erfolgreichen Therapie der Patienten mit chronischem Ulcus cruris ist nur nach adäquater Diagnostik möglich. Als Therapieoptionen stehen dann konservative und operative bzw. interventionelle Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Insbesondere der konsequenten Durchführung einer Kompressionstherapie kommt in der Therapie der Patienten mit chronischem Ulcus cruris und Ödemen eine sehr große Bedeutung zu. Ein dauerhafter Behandlungserfolg setzt jedoch auch immer eine kausal orientierte Therapie voraus, die dann meist ein interdisziplinäres und interprofessionelles Vorgehen erfordert.

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