Zum Inhalt

Trigeminoautonome Kopfschmerzen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Unter trigeminoautonomen Kopfschmerzen versteht man eine Gruppe von Kopfschmerzerkrankungen, die mit stärksten attackenartigen periorbitalen Schmerzen verbunden mit autonomen Begleitsymptomen wie Augentränen oder Nasenlaufen einhergehen. Insgesamt werden vier solcher Kopfschmerzarten (Clusterkopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, SUNA/SUNCT, Hemicrania continua) unterschieden, wobei sich diese v. a. im Zeitmuster unterscheiden. Die Trigeminusneuralgie gehört ausdrücklich nicht zu diesen Erkrankungen. Heutzutage liegen evidenzbasierte Therapieempfehlungen vor, mit denen die meisten Betroffenen gut behandelt werden können. Dabei kommen sowohl medikamentöse als auch interventionelle Verfahren zum Einsatz. Einen besonderen Stellenwert hat das Schmerzmittel Indometacin, das bei einigen dieser Formen spezifisch und vollständig wirksam ist. Bei attackenartigen schwersten Kopfschmerzerkrankungen, die nicht typisch für das eigene Fachgebiet sind, sollte immer eine Vorstellung bei einem Neurologen oder in einer Schmerzambulanz erwogen werden.
Titel
Trigeminoautonome Kopfschmerzen
Verfasst von
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers
Publikationsdatum
16.01.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die MKG-Chirurgie / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2731-748X
Elektronische ISSN: 2731-7498
DOI
https://doi.org/10.1007/s12285-025-00558-5
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Chirurgie

Langzeitdaten zur unkomplizierten Appendizitis: OP oder Antibiotikum?

Antibiotisch behandeln oder operieren? Bei unkomplizierter Appendizitis im Erwachsenenalter sind nach neuen Daten aus der APPAC-Studie beide Optionen auch langfristig effektiv und sicher.

Ablation ähnlich gut wie Neurektomie

Eine Radiofrequenzablation nasaler Nerven wirkt gegen allergische Rhinitis ähnlich gut wie eine endoskopische Neurektomie. Nach drei bis sechs Monaten sind mit beiden Verfahren die Beschwerden größtenteils verschwunden.

PCI bei Koronarverschlüssen reduziert Angina pectoris

Ist eine kathetergestützte Wiedereröffnung chronisch verschlossener Koronararterien von symptomatischem Nutzen? Das ist jetzt erstmals in einer placebokontrollierten Studie untersucht worden – mit klarer Antwort. 

Kein Vorteil für Zytoreduktion bei Multiorgan-mCRC

Auf ein Tumordebulking zusätzlich zur Chemotherapie können Behandelnde bei Kolorektalkarzinomen und Befall multipler Organe verzichten. In einer Phase-3-Studie verlängerte die Zytoreduktion das Leben nicht signifikant, dafür traten häufiger ernste Nebenwirkungen auf.

Update Chirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Frau mit starken Gesichtsschmerzen/© pain au chocolat / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Infusionstropf im Krankenhaus /© Amornrat Phuchom / Getty Images / iStock, Kardiologen beim Kathetereingriff /© BVMed.de, Team operiert/© HealthyShot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)