CME-Kurse für DGN-Mitglieder
Die symptomatische Therapie des Tremors ist in der klinischen Praxis oft herausfordernd. Etablierte pharmakologische und interventionelle Verfahren bieten zwar für viele Betroffene wirksame Behandlungsoptionen, jedoch verdeutlicht insbesondere die klinische Heterogenität des essenziellen Tremors den Bedarf nach individueller, syndromorientierter Therapieplanung. Diese CME-Fortbildung bietet einen Überblick über die aktuelle, leitliniengerechte symptomatische Therapie verschiedener Tremorerkrankungen sowie neuer und potenziell zukünftiger Therapieformen und fasst bedeutende neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie ausgewählter Tremorformen zusammen.
Risikoinformationen zu Arzneimitteln, die direkt von pharmazeutischen Unternehmen an die Fachöffentlichkeit versendet werden, sind als Rote-Hand-Briefe bekannt. Im Fach Psychiatrie und Psychotherapie haben die Rote-Hand-Briefe für Haldol Decanoat (2017, Indikationsveränderung, Änderung der Dosierung) und Citalopram (2011, dosisabhängige QTc-Zeit-Verlängerung) eine gewisse „Berühmtheit“ erlangt. Im Alltag fällt es jedoch schwer, den Überblick über alle Empfehlungen, Hinweise, Warnungen und Rote-Hand-Briefe zu behalten. Dieser CME-Kurs fasst deshalb wesentliche Meldungen aus den Jahren 2024–2026 zusammen.
Ischämische und hämorrhagische Schlaganfälle sind im Alter oft Auslöser von Epilepsien. Diese CME-Fortbildung informiert Sie über die Unterscheidung zwischen akut-symptomatischen und unprovozierten Anfällen und wann eine anfallssuppressive Medikation indiziert ist.
Psychomotorische Auffälligkeiten sind häufige und prognostisch relevante Merkmale psychiatrischer Erkrankungen. Sie reichen von subtilen Bewegungsstörungen bis zu ausgeprägten katatonen Syndromen und bieten wertvolle Hinweise für Diagnostik, Krankheitsverlauf und Therapie. Der folgende CME-Kurs gibt einen Überblick über Phänomenologie, klinische Bedeutung, neurobiologische Korrelate und moderne Methoden zur Quantifizierung psychomotorischer Veränderungen und diskutiert deren Relevanz für Diagnostik, Prognose und Therapie.
Bis zu 25–30 % aller ischämischen Schlaganfälle sind durch kardiale Embolien bedingt, meist infolge von Vorhofflimmern. Bei der Initiierung beziehungsweise Wiederaufnahme der Antikoagulation gilt es daher, den Nutzen der Sekundärprävention gegen das Risiko – insbesondere einer intrazerebralen Blutung – abzuwägen. Ziel dieses CME-Kurses ist es, den aktuellen Kenntnisstand zum Beginn der Antikoagulation nach akutem Schlaganfall bei Vorhofflimmern darzustellen.
Schwindel und Okulomotorikstörungen sind Ausdruck einer Störung multisensorischer zentraler oder peripherer Netzwerke. In den vergangenen Jahren haben sich unsere Kenntnisse zur Diagnose und Therapie insbesondere aufgrund klinischer, neurophysiologischer, biomechanischer, genetischer und bildgebender Studien deutlich verbessert – mit Implikationen für die klinische Praxis. Dieser CME-Kurs gibt einen Überblick über neue Therapieoptionen und Klassifikationen peripherer und zentraler Schwindelsyndrome.
Digitale Anwendungen bieten neue Chancen, um bestehende Versorgungslücken zu schließen, Diagnostik und Therapie zu verbessern und Betroffene individueller zu begleiten. Digitale Konzepte können dazu beitragen, limitierte psychotherapeutische Therapieangebote sinnvoll zu ergänzen, das Gesundheitssystem zu entlasten und die Lebensqualität von Patienten mit psychotischen Störungen zu verbessern. Dieser CME-Kurs beleuchtet Potenziale und Grenzen digitaler Interventionen bei psychotischen Störungen, skizziert Implementierungsformen sowie deren Evidenzlage und diskutiert die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung.
Tremor zählt zu den häufigsten Bewegungsstörungen und umfasst eine Vielzahl phänomenologischer und ätiologischer Varianten, deren Diagnose durch überlappende Symptome und Differenzialdiagnosen eine besondere Herausforderung darstellt. Nach Bearbeitung dieser CME-Fortbildung könne Sie die häufigsten Tremorsyndrome systematisch erfassen und korrekt klinisch differenzieren als auch eine leitliniengerechte Therapie der Tremorerkrankung empfehlen.
Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft hat evidenzbasierte Leitlinien und Empfehlungen zur Behandlung akuter Migräneattacken und zur Prophylaxe veröffentlicht. Dieser CME-Kurs erläutert auch, welche Medikamente neu zugelassen sind. Zudem erfahren Sie, welche neuen Substanzen derzeit in Dosisfindungsstudien untersucht werden.
Trauer gehört zu den grundlegenden menschlichen Erfahrungen und verläuft meist in einem Rahmen, der trotz aller Schmerzhaftigkeit erwartbar und bewältigbar ist. Viele Menschen finden im Laufe der Zeit Wege, den Verlust in ihre Lebensgeschichte zu integrieren und wieder auf Aktivitäten, Beziehungen und Zukunftsperspektiven zuzugehen. Es gibt jedoch Verläufe, in denen Trauer in eine Form übergeht, die sich durch ihre Dauer, Intensität und funktionellen Auswirkungen deutlich vom üblichen Trauerprozess unterscheidet.
In der Behandlung neuroimmunologischer Erkrankungen spielen heute antikörperbasierte Therapien eine zentrale Rolle. Dieser CME-Kurs beleuchtet antikörperbasierte Therapien bei Multipler Sklerose, Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung, Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein-Antikörper-assoziierter Erkrankung, Myasthenia gravis und chronischen inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuropathien.
Seit der Antike beschäftigt Ärzte die Frage, wie mit Todeswünschen von Patienten umzugehen ist. Im Corpus Hippocraticum findet sich das Verbot, einem Menschen eine tödliche Substanz zu verabreichen, selbst wenn dieser darum bittet. Andererseits haben die Stoiker den selbstbestimmten Suizid in ausweglosen Situationen propagiert. Der Suizid ist nicht strafbar, aber seit Jahrzehnten wird eine kontroverse gesellschaftliche Debatte darüber geführt, ob die Unterstützung eines Menschen bei einer Selbsttötung legitim ist. Dieser CME-Kurs fokussiert sich auf den assistierten Suizid bei Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Plötzlicher Epilepsietod tritt jährlich bei 1 von 1000 Epilepsiepatienten auf, oft nach tonisch-klonischen Anfällen durch zentrale Atemstillstände verursacht. In dieser CME-Fortbildung lernen Sie, SUDEP-Risiken zu erkennen, die neuesten medizinischen Maßnahmen zu implementieren und Patienten fundiert über Präventionsstrategien zu beraten.
Das chronische Subduralhämatom weist eine steigende Inzidenz, variable Rezidivraten und ein breites Therapiespektrum auf. Dieser CME-Kurs gibt einen Überblick über die aktuelle Evidenz zur Diagnostik, operative und interventionelle Therapie sowie zum perioperativen Management.
Der Konsum von Suchtmitteln in der Schwangerschaft kann schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen. Daher ist die Kenntnis wichtiger Folgen von pränataler Substanzexposition sowie der klinischen Strategien im Umgang hiermit wichtig für eine optimale Versorgung der Schwangeren und des ungeborenen Kindes.
Antipsychotika sind die Basis der Behandlung von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Moderne Medikamente zeigen hohe Ansprechraten, dennoch kommt es zu Therapieresistenzen oder fehlender Compliance. Auch unerwünschte Wirkungen spielen eine Rolle und erfordern ein regelmäßiges Monitoring und Anpassungen der Behandlung. Eine Übersicht zum State-of-the-Art der Schizophrenietherapie.
Lärm wird allgemein als ein das Wohlbefinden des Menschen beeinträchtigendes Schallereignis beschrieben. Unterschieden wird zwischen objektiv messbarem „Lärm“ und subjektiver „Lärmbelästigung". Lärm und Lärmbelästigungen können deutliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung haben. Im Folgenden wird insbesondere auf die zugrundeliegenden Mechanismen und die Auswirkung auf die psychische Gesundheit genauer eingegangen.
Mit dem Antisense-Oligonukleotid Tofersen wurde erstmals seit fast 30 Jahren wieder ein neues Medikament zur Behandlung der amyotrophen Lateralsklerose zugelassen. Daneben befindet sich eine Reihe weiterer Antisense-Oligonukleotide in der klinischen Entwicklung. Welche Vorteile hinsichtlich Progressionsgeschwindigkeit und Lebensqualität sind durch die neuen Therapeutika zu erwarten?
Die Friedreich-Ataxie betrifft vor allem periphere Nerven und das Rückenmark, aber auch Herz, Skelettsystem und Pankreas, was frühzeitige symptomatische Interventionen erforderlich macht. Dieser CME-Kurs informiert Sie über die neurologischen und multisystemischen Symptome, Diagnosestandards, notwendige Langzeituntersuchungen und die koordinierte interdisziplinäre Therapie.
Die zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) wird durch eine Ablagerung von β‑Amyloid in den Wänden kortikaler Arterien hervorgerufen. Dieser CME-Kurs informiert Sie über die Pathogenese und die Möglichkeiten der Diagnostik der CAA.
Obwohl Depression und somatische Erkrankungen oft assoziiert sind, werden depressive Symptome in somatischen Versorgungssettings häufig übersehen oder als begleitende Beschwerden der körperlichen Erkrankung fehlinterpretiert. Umgekehrt sind auch in der psychiatrischen Versorgung somatische Komorbiditäten oft untererkannt oder unterbehandelt – mit entsprechend negativen Folgen für die Therapieplanung. Dieser CME-Kurs soll einen praxisnahen Überblick über die Epidemiologie, zugrunde liegende Mechanismen, Diagnostik, Prävention und Therapie der Depression bei verschiedenen somatischen Erkrankungen geben.
Das Restless-Legs-Syndrom gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Neurologie und ist vor allem in der Langzeitbehandlung oft eine Herausforderung. Pathophysiologisch spielt der Eisenstoffwechsel eine zentrale Rolle, weshalb die Behandlung mit Eisen essenziell ist. Levodopa ist aufgrund des Risikos einer dopamininduzierten Augmentation inzwischen gänzlich aus den Behandlungsempfehlungen bei chronischen Beschwerden verschwunden. Für die nicht medikamentösen Therapien ist die Evidenz zwar weiterhin unzureichend, dennoch gibt es einige neue Behandlungsansätze, die im klinischen Alltag bisher aber nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Wirkfluktuationen und Dyskinesien gehören zu den zentralen Herausforderungen in der Langzeitbehandlung der Parkinsonkrankheit. Das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen ermöglicht eine gezielte Behandlung dieser Therapiekomplikationen.
Erste Wahl bei Angststörungen sind sowohl die kognitive Verhaltenstherapie als auch eine Pharmakotherapie. Der Erfolg der Behandlung hängt allerdings nicht nur von der Wahl der Therapieform ab – bei ausbleibendem Ansprechen sind eine strukturierte Evaluation und gezielte Anpassungen gefragt. Ein Update zum leitliniengerechten Vorgehen bei Angststörungen.
Schweregrad und Ausprägung der motorischen und nichtmotorischen Symptome der Parkinson-Krankheit unterliegen regelmäßig Veränderungen. Dieser CME-Kurs bietet eine praxisnahe Zusammenfassung der Merkmale von Wirkungsfluktuationen und beschreibt therapeutische Ansätze zur effizienten Bewältigung dieser Schwankungen.
Der epileptologische Notfall umfasst zahlreiche Anfallsvarianten und erfordert eine rasche, gezielte Therapie. In dieser CME-Fortbildung lernen Sie, notwendige Maßnahmen bei Notfällen zu benennen, akut-symptomatische Anfälle zu identifizieren und die therapeutischen Schritte bei Status epilepticus sicher anzuwenden.
Kribbeln, Taubheit, Gangunsicherheit, Muskelschwäche – Polyneuropathien können sich auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Ebenso vielfältig wie die Symptome sind auch ihre Ursachen. Eine gründliche Anamnese, eine strukturierte klinische Untersuchung und der gezielte Einsatz von Zusatzuntersuchungen sind entscheidend, um zwischen häufigen und seltenen Auslösern zu unterscheiden und den Weg zu einer präzisen Diagnose zu ebnen.
Die Myokarditis als Komplikation einer Behandlung mit Clozapin gewinnt immer mehr an Beachtung in der klinischen Praxis. Wir müssen weiterhin von einer Untererfassung dieser Komplikation ausgehen, was mit einer Unterversorgung der Betroffenen einhergeht. Daher sind fundierte Kenntnisse wichtig, um diese potenziell lebensbedrohliche Komplikation zu erkennen.
Epilepsie ist nach der Migräne die häufigste chronische neurologische Erkrankung in Deutschland. Etwa die Hälfte der Betroffenen sind Frauen, von denen sich etwa ein Drittel im fertilen Alter befindet. Sowohl eine optimale Anfallskontrolle als auch eine Minimierung von teratogenen Risiken der anfallssuppressiven Medikation sind in der Planung und Begleitung von Schwangerschaften bei Epilepsie zu berücksichtigen. Dieser Kurs fasst die aktuelle Datenlage zusammen und formuliert Empfehlungen für die praktische Betreuung epilepsiekranker Frauen mit Schwangerschaftswunsch mit Bezug auf die aktuelle Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.
Schwere und lang andauernde Erkrankungsverläufe bei Menschen mit einer Schizophrenie verhindern oft eine klare Abgrenzung zwischen einer pharmakologischen Behandlungsresistenz und anderen Ursachen für ein unzureichendes Therapieansprechen. In diesem Kontext hat sich nun auch die Terminologie geändert: Aus dem Begriff „therapieresistente Schizophrenie“ wurde die „schwer behandelbare Schizophrenie“ (difficult-to-treat schizophrenia, DTS).