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09.12.2015 | Industrieforum | Ausgabe 6/2015

HNO Nachrichten 6/2015

COPD: inhalative Steroide in Frühstadien nicht indiziert

Zeitschrift:
HNO Nachrichten > Ausgabe 6/2015
Autor:
Dirk Einecke
_ Mit etwa sieben Millionen betroffenen Patienten bei steigender Prävalenz ist die COPD in Deutschland eine unterdiagnostizierte Volkskrankheit: Nur bei 40 % der Patienten ist die Krankheit bekannt. Es hapert jedoch nicht nur an der Diagnostik: „Die COPD wird in Deutschland falsch behandelt“, sagt Prof. Felix Herth, Chefarzt der Abteilung Pneumologie und Beatmungsmedizin an der Thoraxklinik der Universität Heidelberg, auf einer Pressekonferenz der Firma Novartis im Rahmen des Jahreskongresses der European Respiratory Society 2015 in Amsterdam. Aktuelle Registerdaten zeigen, dass COPD-Patienten bereits im GOLD-Studium A zu 50 % inhalative Steroide (ICS) in Monotherapie oder in Kombination mit langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika erhalten. „Das ist eine Übertherapie mit unnötigen Nebenwirkungen“, so Herth: ICS sind nur indiziert, wenn der COPD-Patient häufige Exazerbationen erleidet Der Grund für die Fehltherapie liegt laut Herth darin, dass nicht zwischen Asthma (Basistherapie: inhalative Steroide) und COPD (Basistherapie: Bronchodilatation) unterschieden wird. Häufig wird eine „asthmoide Emphysem-Bronchitis“ oder ein „Asthma COPD Overlap Syndrome“ (ACOS) diagnostiziert. Herth: Wissenschaftlich gibt es dieses Syndrom eher nicht. ...

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