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01.12.2021 | COVID-19-Impfung | Nachrichten

Zahnärzte wollen beim Impfen gegen COVID-19 unterstützen

Berlin. Die Zahnärzte haben Bereitschaft signalisiert, sich in die Corona-Impfkampagne einzuklinken.

„Angesichts der viel zu hohen Infektionszahlen mit Rekordwerten steht die Zahnärzteschaft bereit, bei der dringend notwendigen Beschleunigung der Impfkampagne die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen“, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten gemeinsamen Erklärung von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV).

Die Zahnärzteschaft würde es begrüßen, wenn der Bundestag die entsprechende Anregung der Gesundheitsminister der Länder von Montag zeitnah aufgreife, betonten KZBV-Chef Dr. Wolfgang Eßer und BZÄK-Vorstandsvorsitzender Professor Christoph Benz. Gesetzgeber und Versicherungsträger müssten aber zunächst die dafür notwendige Rechtssicherheit schaffen und Haftungsfragen klären.

Aushilfe in mobilen Teams und den Impfzentren

Zahnärzte und ihre Teams seien bereit, die ärztlichen Kollegen zunächst in externen mobilen Einheiten, Arztpraxen und Impfzentren zu unterstützen. Falls die epidemische Lage dies erfordern sollte, könnten „perspektivisch auch Impfungen in Zahnarztpraxen in Betracht gezogen werden“, heißt es in der Erklärung.

Die Vertreter der beiden Gremien weisen ausdrücklich darauf hin, dass „ein systemisches Tätigwerden der Zahnärzteschaft“ in der Impfkampagne ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu Ärzteschaft zu verstehen sei.

Rund 2600 Apotheker im Impfen geschult

Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) hatte am Montag den Bundesgesetzgeber aufgefordert, Impfen gegen Corona auch in Apotheken und bei Zahnärzten zu ermöglichen. Impfen sei eine „originär ärztliche Aufgabe“. Es sei daher nachvollziehbar, dass die GMK die zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen in die Impfkampagne einbinden wolle, hatte der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung den GMK-Beschluss kommentiert.

Ohne die Apotheken direkt zu erwähnen, hatten KBV-Chef Dr. Andreas Gassen und sein Stellvertreter Dr. Stephan Hofmeister deren Impfqualifikation in Zweifel gezogen. Impfungen erforderten eine Impfanamnese und den Ausschluss von Kontraindikationen, betonte Hofmeister in einer Mitteilung.

Tatsächlich haben nach Angaben des Apotheker-Dachverbands ABDA bislang erst rund 2600 Apotheker erfolgreich Impfschulungen durchlaufen. Und zwar im Rahmen von Modellprojekten zur Grippeimpfung in den Apotheken.


(Quelle: aerztezeitung.de / af)

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