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28.10.2021 | COVID-19 | Leitthema | Ausgabe 12/2021 Zur Zeit gratis

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 12/2021

Ambulante kinder- und jugendärztliche Versorgung während der COVID-19-Pandemie unter besonderer Berücksichtigung der Inanspruchnahme von Früherkennung und Impfungen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 12/2021
Autoren:
Dr. Sandra Mangiapane, Linda Zhu, Mandy Schulz

Zusammenfassung

Hintergrund

Die COVID-19-Pandemie hat die Inanspruchnahme der vertragsärztlichen Versorgung stark verändert. Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass es dabei auch zu Einbrüchen bei kinderärztlichen Präventionsleistungen gekommen ist.

Ziel der Arbeit

Ziel der Studie war es zu ermitteln, wie sich die Inanspruchnahme der kinder- und jugendärztlichen Versorgung, insbesondere von Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen, im Verlauf der ersten Pandemiewelle bis Ende September 2020 im Vergleich zu den Jahren 2015 bis 2019 entwickelt hat.

Material und Methoden

Anhand bundesweiter vertragsärztlicher Abrechnungsdaten wurde eine Sekundärdatenanalyse für den Zeitraum erstes Quartal 2015 bis drittes Quartal 2020 durchgeführt. Pro Beobachtungsjahr wurden alle kinder- und jugendärztlichen Behandlungsfälle im Alter von 0 bis 17 Jahren eingeschlossen und die quartalsbezogenen Fallzahlen jahresweise gegenübergestellt. Präventive und kurative Behandlungsfälle wurden als Zeitreihen modelliert und unter Berücksichtigung von Trends und Saisonalität ihren Erwartungswerten gegenübergestellt.

Ergebnisse und Diskussion

Weder bei den Früherkennungsuntersuchungen noch bei den Impfungen war auf der Quartalsebene ein Rückgang der Fallzahlen für 2020 zu erkennen. Demgegenüber sank die Zahl der kurativen Fälle im zweiten und dritten Quartal deutlich gegenüber den Vorjahreszeiträumen. Aufgrund des ausbleibenden Fallzahlrückgangs bei den Früherkennungsuntersuchungen sollte davon ausgegangen werden, dass die in diesem Rahmen adressierten Gesundheitsprobleme auch während der COVID-19-Pandemie rechtzeitig erkannt werden. Da die Früherkennungsuntersuchungen jedoch nicht alle Altersgruppen abdecken, sollte weiter untersucht werden, welche gesundheitlichen Folgen der beobachtete Rückgang bei den kurativen Fällen nach sich zieht.

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