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02.11.2020 | COVID-19 | Nachrichten

Ärztliche Versorgung

Diese Corona-Ausnahmeregeln gelten seit dem 2. November

Autor:
Christiane Badenberg

Der GBA hat auf die Corona-Situation reagiert, um die Zahl der Kontakte auch in den Arztpraxen zu verringern und Patienten und Personal zu schützen. Die entsprechenden Ausnahmeregelungen gelten seit Montag (2. November).

Auf die neuen coronabedingten Sonderregelungen, die ab dem 2. November bis zunächst zum 31. Januar 2021 bundesweit gelten, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) noch einmal hingewiesen.

Dazu zählen:

  • Videobehandlung: Wenn es aus therapeutischer Sicht möglich und der Patient damit einverstanden ist, können Behandlungen auch per Video vorgenommen werden. Dies gilt für viele Heilmittel, die ärztlich verordnet werden können. Auch die Soziotherapie sowie die psychiatrische häusliche Krankenpflege können per Video erbracht werden.
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel und Heilmittel dürfen auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Zuvor muss allerdings wegen derselben Erkrankung eine direkte persönliche Untersuchung durch den Arzt vorgenommen worden sein. Auch Verordnungen von Krankentransporten und Krankenfahrten sind nach telefonischer Anamnese möglich.
  • Die Vorlagefrist für Verordnungen bei der Krankenkasse wird für häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung und Soziotherapie von drei auf zehn Tage verlängert.
  • Heilmittel-Verordnungen bleiben auch gültig, wenn die Leistungserbringung länger als 14 Tage unterbrochen wird. Zudem werden Fristen für die Verordnung häuslicher Krankenpflege angepasst. So müssen Folgverordnungen nicht in den letzten drei Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums ausgestellt werden. Auch können Ärzte Folgeverordnungen für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnen. Eine längerfristige Folgeverordnung von häuslicher Krankenpflege muss nicht begründet werden.

Diese Regelungen seien getroffen worden, damit weder der Weg in eine Praxis noch der Aufenthalt dort zur Gefahr werde, so der GBA. „Wir sind sicher, dass diese Sonderregelungen nicht nur den Patientinnen und Patienten helfen, sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der medizinischen Praxen, um die Anforderungen der Corona-Pandemie bestmöglich zu meistern“, sagt der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Professor Josef Hecken.

Quelle: Ärzte Zeitung

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