Zum Inhalt

Neue Maßnahmen Leopoldina will mehr Einsatz für weniger Corona

print
DRUCKEN
insite
SUCHEN

Die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 steigt – Bund und Länder reagieren mit weiteren Einschränkungen. Wissenschaftler der Leopoldina halten die Maßnahmen für unzureichend: Was getan werden muss, sei bekannt.

Es sollte ein Treffen von „historischer Dimension“ werden. Doch die Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie stoßen auf mehr Kopfschütteln denn Zustimmung.

Am Donnerstag hat sich auch die renommierte Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit Kritik zu Wort gemeldet. Die Entscheidungen, so das Fazit der Wissenschaftler, reichten nicht aus, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und einzudämmen.

Einheitliche, verpflichtende Regeln

Angesichts „sprunghaft“ steigender Infektionszahlen sei „konsequenteres Handeln“ nötig. „In den kommenden Tagen und Wochen kann die Eindämmung der Pandemie nur noch dann gelingen, wenn die Bundesländer verpflichtende und einheitliche Schutzmaßnahmen vereinbaren und durchsetzen“, sagte der Präsident der Leopoldina, Professor Gerald Haug.

Einschränkungen müssten bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen „verpflichtend“ greifen. Eine Empfehlung reiche nicht.

Auch wenn das Infektionsgeschehen in manchen Bundesländern bisher geringer sei als in anderen Regionen, seien „einheitliche Regeln“ nötig, betonen die Wissenschaftler. Die Regeln müssten auf bundesweit gültigen Grenzwerten aufsetzen. „Nur so wird das Vertrauen in die politischen Entscheidungen und die Einsicht in die Notwendigkeit der Maßnahmen gestärkt.“

Antigen-Tests ergänzend einsetzen

Welche Situationen eine Übertragung des Virus begünstigen, sei mittlerweile bekannt, betont die Leopoldina-Akademie. „Viele und enge Kontakte in geschlossenen Räumen, wenig Frischluftzufuhr, dichtes Gedränge drinnen oder draußen und Sprechen in lebhafter oder lauter Umgebung“. Es sei daher wichtig, Masken korrekt zu tragen, Räume gut und regelmäßig zu lüften und Menschenansammlungen zu meiden.

Tests seien „gezielt“, sprich „in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsrisiko“ einzusetzen. Antigen-Schnelltests könnten trotz einer im Vergleich zur PCR geringeren Genauigkeit den Nachweis einer Infektiosität erbringen. Wichtig seien „leicht zugängliche, verständliche und verlässliche Abläufe für Testung, Ergebnismitteilung und Interpretation“.

Quelle: Ärzte Zeitung

print
DRUCKEN

Passend zum Thema

ANZEIGE

Pneumokokken-Kinderimpfquote steigern!

Wie viel Prozent der Kinder sind in Deutschland im Alter von 24 Monaten vollständig gegen Pneumokokken geimpft? Und wie könnte die Impfquote weiter gesteigert werden? Hier geht’s zu den Antworten!

ANZEIGE

HPV-Impfung für Erwachsene – eine Rechnung die aufgeht!

Kostenübernahme der HPV-Impfung bei Erwachsenen – wir unterstützen Sie mit fundierten Informationen zur Verordnung und Abrechnung. So lassen sich bürokratische Hürden reduzieren und der Zugang zur HPV-Impfung erleichtern – für die Prävention bestimmter HPV-bedingter Erkrankungen.

ANZEIGE

Impfstoffe – Krankheiten vorbeugen, bevor sie entstehen

Seit mehr als 130 Jahren entwickelt und produziert MSD Impfstoffe für alle Altersgruppen. Hier finden Sie nützliche Informationen und Praxismaterialien rund um das Thema Impfen.

MSD Sharp & Dohme GmbH

Passend zum Thema

ANZEIGE

Evidenzbasierte Versorgungskonzepte zur Reduktion der COPD-Last

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist weltweit eine der führenden Todesursachen. Neue Studien und Versorgungsansätze zeigen vielversprechende Strategien, um Krankheitslast, Exazerbationen und Hospitalisierungen zu senken – insbesondere durch personalisierte Therapie und digitale Unterstützung.

ANZEIGE

COPD-Leitlinie GOLD 2025: Mehr Fokus auf Komorbiditäten und NIV

Der GOLD-Report 2025 bringt neue Empfehlungen zur Versorgung von COPD-Patienten – u. a. zu kardiovaskulären Komorbiditäten, pulmonaler Hypertonie und NIV bei chronischer Hyperkapnie. Das Ziel: Sterblichkeit senken, Exazerbationen vermeiden.

ANZEIGE

MONTANA-Studie: Frühzeitige NIV senkt COPD-Mortalität

Die MONTANA-Studie zeigt eindrucksvoll: Eine frühzeitige Einleitung der außerklinischen Beatmung bei COPD senkt die Mortalität und reduziert schwere Exazerbationen. Real-World-Daten aus Frankreich liefern praxisnahe Erkenntnisse für eine personalisierte Therapie – und entlarven Versorgungslücken.

ANZEIGE

COPD und nicht-invasive Behandlungsmethoden

  • Content Hub

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von COPD-Patienten erheblich verbessern und das Sterberisiko senken. Die NIV-Therapie zur Behandlung von fortgeschrittener COPD hat Eingang in die neuen S2k-Leitlinien zur COPD-Therapie gefunden.

ResMed Germany Inc.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Risikogruppen schützen: Wie Zink das Immunsystem stärken kann

Wenn akute Atemwegsinfekte kursieren, gilt es Risikogruppen wie ältere und multimorbide Menschen vor langwierigen und schwerwiegenden Infekten zu schützen. Die Versorgung mit Zink spielt dabei eine zentrale Rolle. Was kann Zink leisten? Und was ist bei der Substitution zu beachten? Mehr >>

Passend zum Thema

ANZEIGE

S2k-Leitlinie bestätigt Thymian-Efeu-Kombination bei akutem Husten

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat am 28. Februar 2025 die aktualisierte „S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten“ veröffentlicht. Das Update der Leitlinie aus 2019 bestätigt die „Sollte“-Empfehlung für Phytopharmaka mit Evidenzbasis bei akutem Husten, zu denen unter anderem die Thymian-Efeu-Kombination zählt. Dies unterstreicht die wissenschaftliche Evidenz der Pflanzenkombination.

ANZEIGE

Resistenzen: Deutschlands Antwort auf die stille Pandemie

Laut WHO werden 2050 weltweit ca. 10 Mio. Todesfälle durch Infektionen mit multiresistenten Keimen erwartet. Höchste Zeit für ein entschlossenes Handeln. Deutschland begegnet den aktuellen Herausforderungen mit einer umfassenden Strategie und einem engagierten Aktionsplan. Hier geht’s zur aktuellen Übersicht.

ANZEIGE

Gemeinsam gegen Antibiotika Resistenzen

  • Content Hub

Die WHO schlägt Alarm und fordert ein Umdenken im Antibiotikaeinsatz. Wir machen mit. Sie auch? Dann finden Sie auf dieser online Themenseite therapierelevante Informationen für einen rationalen Antibiotikaeinsatz und welchen Stellenwert Experten einer evidenzbasierten Phytotherapie einräumen. Praxisnah. Kompakt. Aktuell. Jetzt informieren.

Bionorica SE
Bildnachweise
Kleinkind rennt draußen, während es in die Luft zeigt/© William / Adobe Stock, Teaserbild HPV-Impfung für Erwachsene – eine Rechnung die aufgeht!/© syedfahadghazanfar / shutterstock, Neuer Inhalt/© MKC / shutterstock, Teaserbild COPD-Last/© iStock | RealPeopleGroup, Teaserbild Goldreport/© iStock | Oat_Phawat, Teaserbild MONTANA Studie/© iStock | Sutthicha Weerawong, Visual Content Hub ResMed/© [M] in-future/istock; Anton Tokarev/istock, Teaserbild OA Wörwag Zink/© Tondone | AdobeStock, Leitlinie Husten/© iiierlok_xolms | Adobe Stock, Ärztin macht "Psst" Geste/© Charday Penn, Bionorica CH Visual/© Bionorica SE