Skip to main content
main-content

16.04.2020 | COVID-19 | Nachrichten

Empfehlungen für Praxen

Schutzmasken wiederverwenden? RKI gibt Tipps

Autor:
Sybille Cornell

Weil Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken in Praxen und Kliniken derzeit knapp sind, hat das Robert Koch-Institut Regelungen für die Wiederverwendung der Masken entwickelt.

Angesichts der aktuellen Knappheit von Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken hat das Robert Koch-Institut (RKI) Regelungen für die Wiederverwendung der Masken entwickelt. Das könnte insbesondere Praxen entlasten, die einen besonders hohen Verbrauch haben.

Die RKI-Empfehlungen betreffen die patientenbezogene oder patientenübergreifende Wieder- und Weiterverwendung von MNS und FFP-Masken (im folgenden einheitlich als „Masken“ bezeichnet – red.) einer einzelnen behandelnden Person. Die Masken dürfen von derselben Person nur während einer Schicht wieder oder weiter verwendet werden.

Für die Wiederverwendung werden folgende Empfehlungen gegeben:

  • Masken sollten so abgesetzt werden, dass dabei eine Kontamination vor allem der Innenseite verhindert wird.
  • Nach dem Absetzen der Maske diese trocken an der Luft aufbewahren und zwischenlagern.
  • Ein abgegrenzter Bereich ist einzurichten, in dem eine sichere, für Publikumsverkehr unzugängliche Masken-Ablage möglich ist.
  • Handschuhe sollen nach Aufbewahrung der Masken fachgerecht entsorgt, Hände desinfiziert werden.
  • Gebrauchte Masken sollten eindeutig einer Person zuzuordnen sein, etwa durch Markierungen am Halteband.
  • Benutzte Einweg-Masken sollen nicht mit Desinfektionsmittel gereinigt werden, da dies die Funktionalität der Maske beeinträchtigen kann.
  • Beim erneuten Anziehen der Schutzmaske ist darauf zu achten, dass eine Verschleppung der Erreger von der möglicherweise kontaminierten Außenfläche auf die Innenfläche verhindert wird.
  • Bei erneutem Aufsetzen sind hygienisch einwandfreie, unbenutzte Handschuhe zu tragen.
  • Masken, deren Innenfläche durch Fehler bei der Handhabung möglicherweise kontaminiert wurden, dürfen nicht mehr verwendet werden.
  • Der Ort, an dem die Zwischenlagerung erfolgte, ist unmittelbar nach Entnahme der Maske zu desinfizieren.

Das RKI weist darauf hin, dass bei der allgemeinen Behandlung und Pflege Erkrankter mit unspezifischen akuten Atemwegsinfekten ein Mund-Nasen-Schutz als Hygienemaßnahme für ausreichend gehalten wird, sofern alle Beteiligten, also auch der Patient einen Schutz tragen.

Mindestens FFP2-Masken sind dagegen für behandelnde Personen bei Maßnahmen erforderlich, die mit einer Aerosolexposition einhergehen.

Quelle: Ärzte Zeitung

Weiterführende Themen

Coronavirus Corona-Update

Die aktuelle Entwicklung im Überblick: Nachrichten, Webinare, Übersichtsarbeiten.

Passend zum Thema

COVID-Impfmanagement

Schluss mit dem telefonischen Terminansturm: So organisieren Sie Covid-Impfungen in Ihrer Hausarztpraxis digital

Die gesetzlichen Änderungen zur Aufhebung der Impfpriorisierung gehen einher mit einem hohen Ansturm an telefonischen Terminanfragen, welchem Sie nun entgegenstehen. Mit Doctolib können Sie einfach und schnell Impftermine auch außerhalb Ihrer Öffnungszeiten online buchen lassen. Entlasten Sie so Ihr Praxisteam bei der Menge an Impfanfragen.   

Passend zum Thema

ANZEIGE

Der komplexe Weg eines Impfstoffs

Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und ermöglichen es uns, bestimmten Infektionskrankheiten vorzubeugen. Sie können uns sogar in die Lage versetzen, einzelne Krankheitserreger auszurotten. Doch wie werden Impfstoffe eigentlich hergestellt?

ANZEIGE

Antworten auf 10 häufige Impf-Einwände

Ein Gespräch mit impfkritischen Patienten kann schnell zur Herausforderung werden.[1] Mit welchen Argumenten kann man versuchen, die Bedenken dieser Patienten abzubauen? Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Antworten das Robert Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geben.

ANZEIGE

Impfungen – vom Säugling bis zum Senior

Als eines der global führenden Gesundheitsunternehmen besitzt MSD mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Impfstoffen. Hier finden Sie Informationen zu einigen der von der STIKO empfohlenen Immunisierungen, z.B. der MMRV- und der HPV-Impfung sowie der Pneumokokken-Impfung für Senioren.

Passend zum Thema

ANZEIGE

COPD-Praxisempfehlung: Individuelle Therapie im Mittelpunkt

Nationale Leitlinien, internationale Empfehlungen, aktuelle Studien – es ist nicht immer leicht, als Arzt den Überblick zu behalten. Ein Expertenteam hat daher eine Praxisempfehlung entwickelt, welche die individuelle COPD-Therapie des Patienten in den Mittelpunkt rückt.

ANZEIGE

Pink Puffer vs. Blue Bloater – sind Patiententypen noch aktuell?

COPD ist eine heterogene und komplexe Erkrankung. Patienten können Symptome und Merkmale in unterschiedlichem Ausmaß aufweisen.[1] Für die COPD-Therapie sind Patiententypen daher mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Doch in welchen Fällen können sie nach wie vor ihre Berechtigung haben?

ANZEIGE

COPD Panorama

Mit einem Klick zum Überblick: Informieren Sie sich über die Vorteile der symptomorientierten Dualtherapie, erfahren Sie spannende Insights zur Indikation und lesen Sie aktuelle Studienergebnisse.

Passend zum Thema

ANZEIGE

Real-Life-Studie: Daten aus der „echten“ Welt

Welche medikamentöse Therapie eignet sich besonders zur Verbesserung der Asthmakontrolle? Die Salford Lung Study mit über 4.000 Asthma-Patienten untersuchte genau diese Fragestellung.

ANZEIGE

COVID-19-Schutzimpfungen: Große Hoffnung, hohe Wirksamkeit?

Nach dem weltweiten Ausbruch von COVID-19 ließ die Entwicklung neuer Impfstoffe nicht lange auf sich warten. Schon im Dezember 2020 wurde in der EU die mRNA-Vakzine Comirnaty zugelassen. Im Januar 2021 folgte auch die Zulassung für mRNA-1273 und AZD1222. Doch wie vielversprechend sind sie und wo herrscht noch Ungewissheit? Wir geben einen Überblick.

ANZEIGE

Therapieziel: Bestmögliche Asthmakontrolle

Hier finden Sie praxisrelevante Informationen und Services rund um die moderne medikamentöse Asthmatherapie mit einem Fokus auf Asthmakontrolle, Real-Life-Data und Lebensqualität. 

Passend zum Thema

ANZEIGE

COPD und nicht-invasive Behandlungsmethoden

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden wie die nicht-invasive Beatmung (NIV) können die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität von COPD-Patienten erheblich verbessern und das Sterberisiko senken. Die NIV-Therapie zur Behandlung von fortgeschrittener COPD hat Eingang in die neuen S2k-Leitlinien zur COPD-Therapie gefunden.

ANZEIGE

Wegweiser für die Einstellung einer nicht-invasiven Beatmung

Lesen Sie hier, wie man eine nicht-invasive Beatmung einstellen und anpassen kann. Das NIV-Adaptionsprotokoll für chronische Ateminsuffizienz bzw. chronisches Atemversagen gibt Empfehlungen für NIV-Einstellungen und Tipps zur Problembehandlung.

ANZEIGE

Chronische Atemwegserkrankungen seit 1990 um knapp 40 % gestiegen

Daten aus der „Global Burden of Diseases, Injuries, and Risk Factors Study 2017“ zeigen einen weltweiten Anstieg chronischer Atemwegserkrankungen (CRD) zwischen 1990 und 2017 um knapp 40 % auf 545 Millionen. CRD war 2017 bereits die dritthäufigste Todesursache.

Bildnachweise