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09.11.2020 | COVID-19 | Nachrichten

Städte und Landkreise

Wo aktuell besonders viele Intensivbetten frei sind

Autor:
Thorsten Schaff

In Deutschland werden derzeit so viele COVID-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt wie seit Beginn der Pandemie noch nie. Wie ausgelastet sind die Intensivstationen aktuell? Wir blicken auf die freien Kapazitäten in den einzelnen Kreisen.

Deutschland steckt in der zweiten Corona-Welle und hofft, mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird.

Wie ist die Lage auf den deutschen Intensivstationen? Tagesaktuelle Zahlen vom 9. November aus dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zeigen, dass derzeit bundesweit 3005 COVID-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Das sind 101 mehr als am Tag zuvor und so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie im März.

Beatmet werden aktuell 1688 Corona-Erkrankte und damit mehr als jeder Zweite (56,2 Prozent) – binnen 24 Stunden kamen 83 Menschen neu hinzu.

Die Zahl der COVID-19-Intensivpatienten steigt täglich, derzeit sind achtmal mehr Menschen betroffen als noch am 1. Oktober (siehe nachfolgende Grafik).

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Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März wurden insgesamt 23.382 intensivmedizinische Behandlungen abgeschlossen, wie die DIVI am Montag berichtet. 5289 endeten mit dem Tod des COVID-19-Patienten, somit starb mehr als jeder fünfte Corona-Intensivpatient (22,6 Prozent).

Unter allen derzeit versorgten Intensivpatienten bilden COVID-19-Erkrankte allerdings die Ausnahme (siehe nachfolgende Grafik). Ihr Anteil variiert lokal stark.

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Bundesweit freie Kapazitäten von 28,6 Prozent

Wie aus den aktuellen Daten aus dem DIVI-Intensivregister hervorgeht, sind aktuell 71,4 Prozent der vorhandenen Intensivbetten belegt bzw. 28,6 Prozent verfügbar. In Zahlen ausgedrückt: Bundesweit sind derzeit 20.970 Intensivbetten in Verwendung und 8381 noch frei. Hinzu kommt eine Notfallreserve von 11.989 Betten, die binnen sieben Tagen bereitgestellt werden können.

Bei den freien Kapazitäten gibt es große lokale Unterschiede, wie ein Blick auf die einzelnen Städte und Landkreise zeigt (siehe nachfolgende Karte). In einigen Kreisen sind die Intensivstationen derzeit voll ausgelastet – so in den Landkreisen Schweinfurt, Miltenberg (beide Bayern), Raststatt (Baden-Württemberg), St. Wendel (Saarland), Saale-Holzland-Kreis (Thüringen), Oberspreewald-Lausitz (Brandenburg) und Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen).

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Quelle: Ärzte Zeitung

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