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26.08.2020 | COVID-19 | Originalien | Ausgabe 9/2020 Zur Zeit gratis

Der Ophthalmologe 9/2020

Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die ophthalmologische Versorgung in Deutschland

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 9/2020
Autoren:
F.E.B.O. Prof. Dr. Lars‑Olof Hattenbach, Dr. Peter Heinz, Nicolas Feltgen, Hans Hoerauf, Thomas Kohnen, Siegfried Priglinger, Werner Bachmann, Johannes Rieks, Nicole Eter, Thomas Reinhard

Zusammenfassung

Hintergrund

Umfrage der „Kommission Sektorenübergreifende Augenheilkunde“ als gemeinsame Kommission der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA) zu den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie auf die ophthalmologische Versorgung in Deutschland.

Methoden

Online-basierte Umfrage.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 1190 Fragebögen (teilweise) beantwortet. Die Ambulanz- bzw. Sprechstundentätigkeit in der Zeit vom 15.03. bis 15.04.2020 gaben 69 (5,8 %) Teilnehmer mit „uneingeschränkt“, 756 (63,5 %) mit „reduziert“ und 330 (27,7 %) als „ausschließliche Notfallversorgung“ an, unabhängig von der Art der Einrichtung. Ambulante Operationen waren in 68,0 % der Hauptabteilungen, 42,0 % der Belegabteilungen, 45,0 % der operativen MVZ und Gemeinschaftspraxen und 33,0 % der operativen Einzelpraxen notfallchirurgischen Eingriffen vorbehalten. Stationäre Eingriffe waren in 75,0 % der Belegabteilungen und in 71,0 % der Hauptabteilungen auf die Versorgung von Notfällen beschränkt. Die Fallzahlen dringlicher Indikationen und Notfälle waren mit Ausnahme der Endophthalmitis (+8,2 %) rückläufig: Amotio retinae (−34,8 %), Bulbusperforation (−7,3 %), Glaukomanfall (−17,8 %), ZAV und AION (−31 %), Sonstige (−30,9 %), perforierende Keratoplastik und Amnionmembrantransplantation (−59,1 %). Institutionelle oder berufspolitische Vorgaben (76,0 %) sowie Terminabsagen durch Patienten (84,0 %) waren der häufigste Grund für eine Einschränkung der ophthalmologischen Versorgung.

Schlussfolgerung

Während der Pandemie kam es initial zu einer erheblichen Reduzierung nichtdringlicher konservativer und chirurgischer Behandlungen, von der alle Bereiche der Augenheilkunde betroffen waren. Aufgrund der für COVID-19-Patienten benötigten Intensivkapazitäten waren insbesondere stationäre Behandlungen weitgehend auf Notfälle beschränkt. Die Versorgung ophthalmologischer Patienten einschließlich Notfällen und dringlicher Behandlungen konnte sektorübergreifend aufrechterhalten werden, wobei für beide Gruppen ein (deutlicher) Rückgang der Fallzahlen beobachtet wurde.

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