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Auszug

Die stetig steigende Anzahl sequenzierter Neandertaler-Genome ermöglicht es Forschern nun erstmals, genetische Veränderungen zu identifizieren, die bei vielen oder allen Neandertalern vorhanden waren. Wenn diese Veränderungen bei heute lebenden Menschen vorkommen, können deren physiologische Auswirkungen im Vergleich zu Menschen ohne diese Genvariante untersucht werden. Ein Beispiel für ein solches Gen haben Prof. Svante Pääbo et al. vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig, genauer analysiert: Insbesondere Menschen aus Mittel- und Südamerika, aber auch in Europa, haben eine Neandertaler-Variante eines Gens geerbt, das für einen Ionenkanal kodiert, der die Schmerzempfindung auslöst [Zeberg H et al. Current Biology, 23 July 2020, doi.org/10.1016/j.cub.2020.06.045].
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Titel
Panorama
Verfasst von
Redaktion Facharztmagazine
Publikationsdatum
26.08.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Orthopädie & Rheuma / Ausgabe 4/2020
Print ISSN: 1435-0017
Elektronische ISSN: 2196-5684
DOI
https://doi.org/10.1007/s15002-020-2871-1