Skip to main content
main-content

08.01.2021 | COVID-19 | Originalien | Ausgabe 5/2021 Zur Zeit gratis

Monatsschrift Kinderheilkunde 5/2021

Kann die Ketoacidose bei pädiatrischen Patienten mit Manifestation eines Diabetes mellitus Typ 1 vermieden werden? Lehren aus der COVID-19-Pandemie

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 5/2021
Autoren:
Dr. med. Kirsten Mönkemöller, Clemens Kamrath, Johanna Hammersen, Torben Biester, Katharina Warncke, Angeliki Pappa, Katharina Fink, Klemens Raile, Tilman R. Rohrer, Reinhard W. Holl, DPV Initiative
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Koletzko, München
T. Lücke, Bochum
E. Mayatepek, Düsseldorf
N. Wagner, Aachen
S. Wirth, Wuppertal
F. Zepp, Mainz
Die Autoren Kirsten Mönkemöller und Clemens Kamrath haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die diabetische Ketoacidose (DKA) ist ein lebensbedrohlicher Notfall bei Manifestation eines Diabetes mellitus Typ 1 (DM1) bei Kindern und Jugendlichen, häufig bei verspäteter Diagnosestellung oder vorheriger Fehldiagnose. Während der Zeit des „Coronavirus-disease-2019(COVID-19)-Lockdowns“ in Deutschland stellten sich weniger Patienten in Notfallambulanzen und Arztpraxen vor.

Fragestellung

Hat sich der Anteil der DKA bei Manifestation eines DM1 in der pädiatrischen Population in diesem Zeitraum verändert, und welche Gruppen sind besonders gefährdet, eine DKA zu erleiden?

Material und Methoden

Die DKA-Häufigkeit in der Zeit vom 13.03.2020 bis 13.05.2020 wurde bei Patienten <18 Jahren mit DM1-Manifestation in pädiatrischen Diabeteszentren untersucht. Die Diabeteszentren dokumentierten ihre Einschätzung, ob durch COVID-19 die Vorstellung verzögert war. Um den Einfluss von Risikofaktoren auf die DKA-Häufigkeit zu analysieren, erfolgte ein Vergleich der Daten aus dem Jahr 2020 mit denselben Zeiträumen der Jahre 2018 und 2019 mit linearen und logistischen Regressionsmodellen.

Ergebnisse

Die Daten von 532 Patienten aus 216 Diabeteszentren zeigten, dass das Risiko für eine DKA im Vergleich zu den Jahren 2018/2019 um 84,7 % und für eine schwere DKA um 45,3 % erhöht war. Kinder <6 Jahren waren mit einer Steigerung einer DKA um 141,6 % bzw. einer schweren DKA um 97,0 % besonders betroffen. Migrationshintergrund war ein COVID-19-unabhängiger Risikofaktor. Insgesamt wurden 31 % der Patienten verspätet vorgestellt, oder ihre Diagnose wurde zuvor verkannt.

Diskussion

In der Zeit des „COVID-19-Lockdowns“ war die Häufigkeit der DKA bei DM1-Manifestation für Kinder und Jugendliche signifikant erhöht. Alter <6 Jahre, Migrationshintergrund und verzögerte Vorstellung waren die Hauptrisikofaktoren.

Nutzen Sie Ihre Chance: Dieser Inhalt ist zurzeit gratis verfügbar.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Unsere Produktempfehlungen

Monatsschrift Kinderheilkunde

Print-Titel

• Aktuelles, gesichertes Fachwissen aus allen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin

• Themenschwerpunkt und CME-Fortbildung – praxisnah und in jedem Heft  

• Konsensuspapiere und Handlungsempfehlungen: Wegweiser für gutes medizinisches Handeln

e.Med Interdisziplinär

Kombi-Abonnement

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner*in

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

e.Dent - Das Online-Abo für Zahnärzte

Online-Abonnement

Mit e.Dent erhalten Sie Zugang zu allen zahnmedizinischen Fortbildungen und unseren zahnmedizinischen und ausgesuchten medizinischen Zeitschriften.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 5/2021

Monatsschrift Kinderheilkunde 5/2021 Zur Ausgabe

Mitteilungen der DGKJ

Mitteilungen der DGKJ

Mitteilungen der ÖGKJ

Mitteilungen der ÖGKJ

Coronavirus Corona-Update

Die aktuelle Entwicklung im Überblick: Nachrichten, Webinare, Übersichtsarbeiten.

Langerhanssche Inseln Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Kurz, prägnant und aktuell: Die Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft basieren überwiegend auf den evidenzbasierten Leitlinien und den evidenzbasierten nationalen Versorgungsleitlinien der DDG und werden jährlich dem Stand der Wissenschaft angepasst. 

Bildnachweise