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Die Nephrologie

Infektionen bei Nierentransplantation

Fokus: Prophylaxe und Monitoring

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Nierentransplantierte haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Infektionen, welche sowohl die Gesundheit als auch die Transplantatfunktion bedrohen können. Für einige der häufigsten Erreger gibt es zielgerichtete Strategien hinsichtlich Prophylaxe und Monitoring, die in der routinemäßigen Nachsorge nach Transplantation berücksichtigt werden sollten.

Fragestellung

Hier wird das Vorgehen zur Vermeidung und Therapie von Infektionen mit Zytomegalievirus (CMV), Epstein-Barr-Virus (EBV), SARS-CoV‑2 („severe acute respiratory syndrome coronavirus 2“) und mit Pneumocystis jirovecii übersichtlich dargestellt.

Material und Methode

Selektive Literaturrecherche in der Datenbank PubMed.

Ergebnisse

Die Kenntnis von Risikofaktoren, die regelmäßige Durchführung von Virus-PCR („polymerase chain reaction“) und die antiinfektive Prophylaxe in Phasen mit hohem Infektionsrisiko bilden den Hauptbestandteil der Vermeidung von infektiösen Komplikationen nach Nierentransplantation. Bei bestehender Infektion ist häufig auch eine Anpassung der Immunsuppression erforderlich.

Schlussfolgerungen

Infektionen sind ein häufiges Problem nach Transplantation, können jedoch in vielen Fällen erfolgreich therapiert werden. Der aufmerksamen Transplantationsnachsorge im ambulanten Bereich kommt hier eine Schlüsselrolle zu.
Titel
Infektionen bei Nierentransplantation
Fokus: Prophylaxe und Monitoring
Verfasst von
Dr. med. Friedrich A. von Samson-Himmelstjerna
Christoph B. Niehus
Prof. Dr. med. Thorsten Feldkamp
PD Dr. med. Kevin Schulte
Publikationsdatum
30.05.2024
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