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01.09.2009 | Ausbildungsforum | Ausgabe 3/2009

Forum der Psychoanalyse 3/2009

„Da wirst du ja auch bekloppt bei“

Zum psychotherapeutischen Weiterbildungsinteresse Studierender

Zeitschrift:
Forum der Psychoanalyse > Ausgabe 3/2009
Autoren:
Dipl. Psych. Judith Lebiger-Vogel, Yvette Barthel, Manfred E. Beutel, Gerd Rudolf, Reinhold Schwarz†, Rüdiger Zwerenz, Marianne Leuzinger-Bohleber
Wichtige Hinweise
Interviewzitat: Medizinstudierende Studie im Rahmen des IPA-Programms: „Developing Psychoanalytic Practice and Training (DPPT)“.

Zusammenfassung

Angesichts eines steigenden Bedarfes psychotherapeutischer Leistungen gewinnt das Interesse Studierender an einer psychotherapeutischen Tätigkeit an Bedeutung. Gleichzeitig haben die psychoanalytischen Ausbildungsinstitute und Fachverbände einen Rückgang an Ausbildungsteilnehmenden zu verzeichnen. Psychologie-, Medizin- sowie Pädagogik- und Sozialpädagogikstudierende (Letztere nur im kinder- und jugendtherapeutischen Bereich) können in Deutschland eine kassenärztlich anerkannte Psychotherapieausbildung absolvieren; hierbei stehen ihnen verhaltenstherapeutische und psychodynamisch orientierte Ausbildungsgänge offen. Studierende dieser Studiengänge (n=679) wurden in dieser multimethodischen Querschnittstudie zu ihrem Interesse an einer psychotherapeutischen Ausbildung allgemein und, wenn vorhanden, zur von ihnen präferierten Ausbildungsrichtung befragt. Unter den Psychologiestudierenden würde der größte Teil derjenigen mit Interesse an einer psychotherapeutischen Ausbildung eine verhaltenstherapeutische wählen. Bei den Medizin- so wie den Pädagogik- und Sozialpädagogikstudierenden wird eine psychotherapeutische Weiterbildung generell eher selten in Betracht gezogen. In den pädagogischen Studiengängen sind mehr potenziell Weiterzubildende an psychodynamischen/psychoanalytischen Verfahren interessiert. Mögliche Gründe für die Entscheidungen der Studierenden werden im Kontext der spezifischen gesetzlichen Regelungen zur psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland im Rahmen des Gesetzes über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Psychotherapeutengesetz, PsychThG) diskutiert.

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