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28.11.2016 | Übersicht | Sonderheft 1/2017

Trauma und Berufskrankheit 1/2017

Damage-Control-Konzepte

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Sonderheft 1/2017
Autoren:
Prof. Dr. M. Perl, Prof. Dr. med. V. Bühren

Zusammenfassung

„Damage Control Surgery“ beinhaltet Blutungskontrolle, Dekontamination und Dekompression des Abdomens. Die chirurgischen Maßnahmen werden somit absichtlich zunächst limitiert, und es wird zeitkritisch agiert. Die letale Trias von Hypothermie, Koagulopathie und Azidose ist eine weitläufig akzeptierte Indikation zur Anwendung von „Damage Control Surgery“. Weitere Indikationen betreffen die Gabe von mehr als 10 Erythrozytenkonzentraten sowie eine durchgeführte Thorakotomie präoperativ. Während das „Damage Control Surgery“-Prinzip zunächst stark auf das primäre Überleben des Unfallverletzten fokussiert, beschäftigt sich das „Damage Control Orthopedics“-Prinzip auch mit der Reduktion der Spätletalität durch die Wahl geeigneter chirurgischer Maßnahmen und deren Timing in der Frühphase nach Trauma. Das Prinzip soll bei ausgewählten Polytraumapatienten, die sich in einem instabilen bzw. physiologisch stark beeinträchtigten Zustand befinden, angewandt werden. Zielsetzung sind die Blutungskontrolle, die Stabilisation von Frakturen und das Weichteilmanagement. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass u. a. Art und Umfang des Traumas sowie die durchgeführten chirurgischen Interventionen die Entzündungsreaktion nach Trauma bestimmen und somit aufeinander abgestimmt werden müssen. In der klinischen Umsetzung bedeutet dies, dass es nach einer initialen chirurgischen Stabilisierung gilt, zwischen Tag 1 und Tag 5 im Rahmen der posttraumatischen Hyperinflammationsreaktion die chirurgischen Eingriffe zu minimieren. Im sog. „window of opportunity“ ab Tag 5 nach Trauma können dann definitive Stabilisierungsoperationen durchgeführt werden. Eine hohe Verletzungsschwere und spezifische Verletzungen qualifizieren besonders für die Anwendung des „Damage Control Orthopedics“-Konzeptes.

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