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07.04.2019 | Darmmikrobiom | Schwerpunkt | Ausgabe 3/2019 Open Access

Der Gastroenterologe 3/2019

Mikrobiom und neurodegenerative Erkrankungen

Zeitschrift:
Der Gastroenterologe > Ausgabe 3/2019
Autoren:
Dr. C. Frahm, Prof. Dr. O. W. Witte
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Stallmach, Jena
S. Schreiber, Kiel

Zusammenfassung

Hintergrund

Medizinisch-wissenschaftliche Evidenzen belegen eine Beteiligung der Darmbakterien an der Entstehung und dem Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen (ndE).

Fragestellung

Aktueller Stand der Forschung zur Darm-Hirn Achse in Hinblick auf mögliche Diagnose und Therapieansätze.

Methoden

Auswertung der aktuellen Literatur, Resultate tierexperimenteller Studien und Erkenntnisse an Patienten hinsichtlich M. Parkinson und Alzheimer-Erkrankung, multipler Sklerose und Schlaganfall.

Ergebnisse

Gastrointestinale Störungen sind ein Risikofaktor für ndE. Im Verlauf ndE treten Barrierestörungen des Darms auf, welche in hohem Maße von der intestinalen Dysbiose initiiert sind, systemische Entzündungs- und Immunreaktionen zur Folge haben und die Blut-Hirn-Schranke (BHS) schädigen. Die aktuelle Forschung konzentriert sich v. a. auf die Zusammensetzung der Mikrobiota im Krankheitsverlauf, mit einem zunehmenden Fokus auf funktionelle Konsequenzen – mikrobielle Metaboliten eingeschlossen.

Schlussfolgerungen

Die funktionellen Auswirkungen einer Dysbiose inklusive der Mikroben-Mikroben- und Mikrobiota-Wirt-Interaktion sowie in Reaktion auf interne (z. B. Alterung) und externe Einflüsse (z. B. Ernährung) müssen noch besser verstanden werden. Dabei ist die Einbeziehung experimenteller Krankheits- sowie humanisierter Mausmodelle hilfreich. Um ein diagnostisches Tool zu entwickeln, ist die Generierung und Auswertung von longitudinalen Basisdaten essenziell, unter Einschluss von Kohorten mit einem Risiko für die jeweilige Erkrankung. Eine therapeutische Intervention sollte individuell angepasst werden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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