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01.06.2014 | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 5/2014

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 5/2014

Das akute Aortensyndrom

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 5/2014
Autoren:
PD Dr. S. Semsroth, J. Dumfarth, T. Schachner, M. Grimm, H. Domanovits

Zusammenfassung

Das akute Aortensyndrom (AAS) stellt eine lebensbedrohende Erkrankung dar. Entscheidend ist eine schnelle und genaue Diagnosestellung. Die Patienten sollten unverzüglich schon bei Verdacht auf ein AAS in ein Kompetenzzentrum verlegt werden. Plötzlich einsetzende reißende Brustschmerzen, ein verbreitertes Mediastinum in der Thoraxröntgenaufnahme und Puls-/Blutdruckunterschiede weisen auf eine Aortendissektion hin. Zur Diagnostik ist die Computertomographie Mittel der Wahl, alternativ kann bei hämodynamisch instabilen Patienten der Echokardiographie der Vorzug gegeben werden. Innerhalb der ersten Tage geht das AAS mit einer sehr hohen Mortalität einher. Bei allen Patienten mit AAS sollte daher dringend ein chirurgisches Konsil veranlasst werden. Die anfängliche medikamentöse Therapie zielt auf Schmerzlinderung und Senkung der Aortenwandbelastung ab. Bei einer Aortendissektion unter Beteiligung der Aorta ascendens sollte direkt operiert werden. Ist die Aortendissektion auf die Aorta descendens oder thoracoabdominalis begrenzt, sollte initial medikamentös therapiert werden. Treten jedoch Komplikationen auf, wird eine endovaskuläre Behandlung empfohlen. Ein symptomatisches intramurales Hämatom, ein penetrierendes atherosklerotisches Ulkus oder eine drohende Aortenruptur gehen mit einem erheblichen Risiko einher. Daher gilt hier die Empfehlung einer chirurgischen oder endovaskulären Therapie.

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