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01.11.2013 | Phoniatrie und Pädaudiologie | Ausgabe 11/2013

HNO 11/2013

Das Clicking-Larynx-Syndrom

Literaturübersicht und Fallberichte

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 11/2013
Autoren:
Dr. M. Jungheim, S. Miller, M. Ptok
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter 10.​1007/​s00106-013-2740-1 für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.

Zusammenfassung

Hintergrund

Knackgeräusche im Kehlkopfbereich („clicking larynx“) lassen sich wahrscheinlich bei recht vielen Erwachsenen provozieren, allerdings sind diese Geräusche selten mit Schmerzen assoziiert und führen in der Regel nur in solchen Fällen zum Aufsuchen eines Arztes. Dennoch kann die Kombination von Knackgeräuschen und Schmerzen im Larynxbereich die Lebensqualität stark beeinflussen. Da das Clicking-Larynx-Syndrom (CLS) bisher kaum Eingang in die deutschen Lehrbücher gefunden hat, soll hier anhand einer Literaturrecherche und 3 Fallberichten ein Überblick über dieses Syndrom gegeben werden.

Methoden

Es wird eine Literaturübersicht nach Recherche in „PubMed“ und der Suchmaschine „Google“ gegeben, hier insbesondere in Patientenforen. Außerdem erfolgt die Darstellung von 3 Patientenfällen („multiple-case report“).

Ergebnisse

Es wurden insgesamt 4 Arbeiten identifiziert, in denen unterschiedliche Fälle von Knackgeräuschen im Larynxbereich geschildert werden. Diese Knackgeräusche wurden typischerweise durch Kopf-Hals-Lageänderungen, Schlucken oder zirkumlaryngeale Manipulationen provoziert. In Patientenforen fanden sich mehrere Schilderungen laryngealer Knackgeräusche, die für die Patienten teilweise sehr störend oder unangenehm waren. Auch bei 3 eigenen Patienten ließ sich diese Symptomatik nachweisen.

Diskussion

Die bisher publizierten Fallberichte über das CLS legen nahe, beweisen allerdings nicht stringent, dass laryngeale Knackgeräusche durch eine Friktion zwischen dem Cornu superius bzw. der Schildknorpeloberkante und dem Hyoid oder durch deren jeweiligen Kontakt mit Strukturen der Halswirbelsäule entstehen. Nur selten wird über ein vorangegangenes Kehlkopftrauma berichtet. Die Ursache für die Schmerzen, die mit einem CLS auftreten können, ist unklar. Therapie der Wahl scheint eine Resektion der die Knackgeräusche verursachenden Strukturen im Sinne einer Thyreoplastik oder einer Reduktion des Zungenbeinhinterhorns zu sein. Wichtig ist, Patienten mit blandem CLS über die Harmlosigkeit der Knackgeräusche zu beraten bzw. Patienten mit CLS-assoziierten Schmerzen geeignete Therapieoptionen zu erläutern.

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