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Über dieses Buch

Einen völlig neuen Ansatz verfolgen die Autoren Hochlenert, Engels und Morbach in Bezug auf das Diabetische Fußsyndrom. Sie verknüpfen das therapeutische Konzept mit einer Blickdiagnose. Systematisch haben sie die Vielfalt der Verletzungen in Entitäten gegliedert, die sich aus der Lokalisation herleiten. So kann die Therapie mit Hilfe der Blickdiagnose zwanglos erschlossen werden. Automatisch wird der Behandler zu einem Therapievorschlag geführt, der für seinen Patienten optimal ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine Folge von Komplikationen des Diabetes mellitus, die zu Amputationen, Beeinträchtigung der Mobilität sowie in manchen Fällen zum Tod der Betroffenen führen kann. Die Einleitung gibt einen Überblick über die Krankheitsbilder, die Ursachen, Epidemiologie und generelle Bedeutung. Eine neue Einteilung der natürlichen Geschichte wird dargestellt. Zusammenfassend betrachtet ist das diabetische Fußsyndrom eine weltweite Herausforderung, bei der sich die Erkenntnisse zu Behandlungstechniken und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Institutionen im Gesundheitswesen in rasanter Entwicklung befinden. Es ist daher ein ideales Feld für engagierte, manuell geschickte Therapeuten mit Lust auf vernetztes Arbeiten.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

2. Wunderwerk Fuß und typische Veränderungen

Zusammenfassung
Im Laufe eines Lebens werden durchschnittlich über 100 Mio. Schritte bewältigt, was mehr als 2 Erdumrundungen entspricht. Diese Leistung gelingt dank einer ausgeklügelten Konstruktion, die sowohl in der Menschheitsgeschichte als auch in der individuellen Entwicklung zu unseren jüngsten anatomischen Errungenschaften gehört. Damit sind weitere evolutionäre Schritte wie die Ausbildung des Abstraktionsvermögens des Gehirns verbunden. So gehört das aufrechte Gehen auf widerstandsfähigen Füßen zu den qualifizierendsten Entwicklungen der bisher letzten Stufe der Evolution. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Struktur und Funktion des Fußes und des Sprunggelenks sowie über häufige Veränderungen. Die Spezialisierung auf das Gehen und die dafür notwendigen Schutzmechanismen nehmen dabei eine herausragende Rolle ein. Normalität und jeweils dazugehörige Abweichungen wurden bewusst gemeinsam dargestellt, um die Zusammenhänge klarer aufzuzeigen.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

3. Diagnosepfad

Zusammenfassung
Wunden sind Bestandteil der Auseinandersetzung mehrzelliger Wesen mit ihrer Umgebung. Als Ergebnis der Evolution bestehen Warn- und Reparaturmechanismen, die Verletzungen begrenzen und eine Heilung ohne Beeinträchtigung sicherstellen sollen. Die Fehlfunktionen und damit die Ursachen des diabetischen Fußsyndroms (DFS) werden hier in Bedingungen und Auslöser unterteilt. Die »Bedingungen« schwächen die Widerstandskraft des Fußes, sodass problematische Wunden überhaupt entstehen können. Die »Auslöser« sorgen für die Wunde an sich und bestimmen den Ort, an dem das DFS aktiv wird. Sie können, werden sie nicht ausreichend behandelt, eine Wunde aufrechterhalten oder für Lokalrezidive sorgen. In diesem Kapitel werden die Schritte der Anamnese und Untersuchung des Patienten in der typischen Reihenfolge eines Erstkontakts dargestellt. Der Schwerpunkt liegt neben dem strukturierten Aufspüren der Ursachen des DFS auf der vertrauensvollen Kommunikation.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

4. Therapiepfad

Zusammenfassung
Die aktuell gültigen Behandlungskonzepte für die wichtigsten resistenzmindernden Bedingungen (Polyneuropathie und pAVK) und den wesentlichen komplizierenden Faktor Infektion werden zusammenfassend dargestellt. Interventionsvorbereitende Untersuchungsschritte der pAVK werden hier ebenfalls erörtert. Spezifische Maßnahmen zur Reduktion der Auslöser sind eng mit der Systematik der Entitäten des diabetischen Fußsyndroms (DFS) verbunden und werden jeweils im Rahmen der Entitäten im nachfolgenden Kapitel beschrieben.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

5. Systematik der Fußulzera

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden Wunden beim diabetischen Fußsyndrom anhand ihrer Lokalisation und der dort typischen schädigenden Auslöser in Entitäten eingeteilt. Druckulzera befinden sich über Knochenvorsprüngen, venöse Ulzera in der Knöchelregion, Dekubitalulzera an der Ferse, thermische Schädigung flächig an üblicherweise unbelasteten Stellen, und akzidentelle Traumata betreffen die Fußsohle auch in nicht tragenden Bereichen und gelegentlich den Fußrücken. Wenn unterschiedliche Schädigungsmuster und damit verschiedene therapeutische Ansätze infrage kommen, werden die erforderlichen Untersuchungen aufgeführt, mit deren Hilfe die Unterscheidung vorgenommen werden kann. Die Entitäten sind in 12 Abschnitten mit Untersuchung, statistischer Betrachtung der Risiken sowie konservativen und operativen Entlastungskonzepten dargestellt. Dies ist das zentrale Kapitel des Buchs und soll aus der Blickdiagnose einen Behandlungskorridor für den individuellen Patienten eröffnen.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

6. Übergangsbereich Unterschenkel

Zusammenfassung
Dieses Kapitel gibt einen praxisbezogenen Überblick über Läsionen am Unterschenkel bei Menschen mit Diabetes. Die Verdichtung der Begleiterkrankungen führt zu einem oft komplexeren Verlauf als bei Menschen ohne Diabetes. Viele Betroffene haben Wunden am Unterschenkel parallel zu Wunden am Fuß. Daher gehört die Behandlung dieser Wunden auch zu den typischen Aktivitäten einer Diabetes-Fußambulanz.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

7. Entlastung und Ruhigstellung

Zusammenfassung
Menschen mit diabetischem Fußsyndrom (DFS) möglichst wenig einzuschränken, bedeutet insbesondere, das Gehen mit der Bewahrung der Integrität des Fußes in Einklang zu bringen. Die Verringerung der Schrittzahl ist eine Möglichkeit, schränkt aber ein und widerspricht dem Therapieziel, die Mobilität zu erhalten. Umso wichtiger sind Techniken der Druckumverteilung und der Ruhigstellung von Fußgelenken. Sie sind Eckpfeiler der Behandlung und Prophylaxe in den meisten Fällen eines DFS. Die Wirksamkeit der eingesetzten Methode ist zudem von der Lückenlosigkeit des Einsatzes abhängig. Dabei haben korrigierende Operationen Vorteile. Trotz ihres hohen Potenzials, der oft dauerhaften Lösung des Problems und der niedrigen Komplikationsraten werden sie zu wenig beachtet und eingesetzt, zumeist in Ermangelung eines darin erfahrenen Chirurgen. Grundlagen und häufig anzuwendende Verfahren werden in diesem Kapitel angesprochen.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

8. Grundlagen der stadien gerechten lokalen Wundbehandlung

Zusammenfassung
Zur Wundversorgung bei Menschen mit DFS liegen nur wenige randomisiert kontrollierte Untersuchungen mit dem patientenrelevanten Zielparameter »Abheilung« vor. Die Einflussmöglichkeit von wundversorgenden Maßnahmen auf die großenteils unverstandenen Prozesse der Wundheilung ist zudem begrenzt. Die Therapeuten begleiten den natürlichen Heilungsprozess und halten Störungen ab, wofür zahlreiche Materialien angeboten werden. Bei deren Auswahl kommt es insbesondere darauf an, mögliche Fehler zu vermeiden. Das Kapitel erklärt Grundlagen und bietet einen Überblick auch über lokalchirurgische Maßnahmen.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

9. Der Charcot-Fuß

Zusammenfassung
Teile der Pathogenese des Charcot-Fußes werden noch über 120 Jahre nach dem Tod von Jean-Martin Charcot kontrovers diskutiert und sind über das Stadium der Hypothese nicht hinausgekommen. Zusammenfassend basiert die Diagnostik insbesondere auf Klinik und MRT, die Therapie auf der Ruhigstellung. Chirurgische Verfahren können ergänzend eingesetzt werden. Der Stand der Diskussion über die Pathogenese sowie die aktuelle Entwicklung von Diagnostik und Therapie werden zusammenfassend dargestellt, eine neue Einteilung der natürlichen Geschichte wird eingeführt. Zusammenfassend ist von zentraler Bedeutung, den Verdacht auf einen Charcot-Fuß als Notfall einzustufen, da die frühzeitige Unterbrechung des Zerstörungsprozesses durch unverzügliche Einleitung einer angemessenen Therapie die Funktionsbeeinträchtigung bis hin zum Funktionsverlust des Beins zu verhindern vermag. Sollte die Diagnosesicherung nicht unverzüglich möglich sein, darf dies nicht zum Hinauszögern des Therapiebeginns führen.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

10. Organisation der Fußsprechstunde

Zusammenfassung
Die Frage »Wie organisiere ich mich am besten?« ist ein Dauerthema jeder Fußambulanz. Die Hinweise dieses Kapitels wurden bei Hospitationen und der Organisation der eigenen Einrichtungen zusammengetragen, verstehen sich als Hilfe und Fundus und müssen nach Maßgabe der lokalen Gegebenheiten und Möglichkeiten angepasst werden. Es ist ein Thema, das nie abschließend und für alle befriedigend bearbeitet werden kann. Dabei hängt so viel davon ab: die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter, die Wartezeit und damit Einschnitte in die Lebensqualität der Patienten und die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die erlaubt, die Fußambulanz überhaupt zu betreiben. Weitere Themen sind Ausstattung, Dokumentation, Bildarchivierung und Überforderung der Therapeuten.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

11. Organisation eines Netzwerks Diabetischer Fuß anhand von Beispielen

Zusammenfassung
Ein Netzwerk zur Betreuung von Menschen mit DFS verbindet die spezialisierten Behandler einer Region. Diese Gruppe nimmt eine Gesamtverantwortung für das Ergebnis der Betreuung von Menschen mit DFS in der Region wahr. So muss sich ein Netz bemühen, alle notwendigen Partner in ausreichender Qualität einzubinden. Im günstigsten Fall bestehen Verträge mit Kostenträgern, die für Verbindlichkeit, Ressourcen und Versorgungsdaten sorgen. Ein Netzwerk entfaltet seine Wirkung in zwei Bereichen: 1. in der arbeitsteiligen Behandlung individueller Patienten und 2. in der Verbesserung der regionalen Versorgung. In manchen Netzwerken geht es ausschließlich um die übergeordnete Ebene der Organisation der Versorgung. Mit eingeflossen sind die Erfahrungen der Autoren mit den Netzwerken, in denen sie selbst arbeiten oder die sie in der Funktion eines Netzbetreuers begleiten, sowie publizierte Erfahrungen anderer Netzwerke. In verschiedenen Regionen wurden, passend zu regionalen Gegebenheiten, unterschiedliche Wege beschritten.
Dirk Hochlenert, Gerald Engels, Stephan Morbach

Backmatter

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